Haldensleben l „Mit Gerald Baumeister aus Hundisburg haben wir einen neuen Hafenmeister, der stundenweise kommt“, erklärt Johannes Spieker. Er ist der Vorstandsvorsitzende der Wassersportfreunde, die den Sportboothafen betreiben. Auf diese Weise habe die Einrichtung ihren Betrieb pünktlich zum Saisonstart zum 1. April aufgenommen.

Die Suche nach einem Nachfolger für Pavlina Fischer habe sich jedoch sehr schwierig gestaltet. Als vorherige Hafenmeisterin und Gastronomin hatte sie sich sieben Jahre lang um den Sportboothafen und seine Gäste gekümmert. Zu Beginn des Jahres hatte sie das Waldhotel „Grieps“ in Calvörde übernommen.

Ganztagshafenmeister gesucht

„Zunächst hatten wir einen älteren Herrn, der aber nach zwei Tagen hingeworfen hat“, blickt Johannes Spieker zurück. Gerald Baumeister als neuer Hafenmeister sei in der Regel zwischen 17 und 19 Uhr vor Ort. Mitglieder der Wassersportfreunde würden ebenfalls mit anpacken, wenn es darum geht, Besucher willkommen zu heißen. Unterstützung gibt es darüber hinaus durch eine Garten- und eine Reinigungskraft.

Dennoch handele es sich vorerst um eine „kleine Lösung“. „Im Prinzip brauchen wir einen Ganztagshafenmeister“, so Johannes Spieker. Auch die Gaststätte Hafenklause ist noch geschlossen. „Wir hatten einen Interessenten, der aber wieder abgesprungen ist. Derzeit suchen wir nach einer Lösung, damit wir zumindest Getränke anbieten können“, berichtet der Vorstandsvorsitzende. Darüber hinaus laufen einige Umbauten. Das Dach der Terrasse wird nach einem Sturmschaden repariert. Das Büro des Hafenmeisters soll einen separaten Eingang erhalten. Darüber hinaus soll die Hafenklause eine neue Küche bekommen.

Im Hinblick auf die Besucherzahlen sei der Sportboothafen weiter auf einem guten Kurs. Bisher seien in dieser Saison rund 230 Wohnmobile und 500 Boote zu Gast gewesen. „Das macht die Entscheidung, sich von Frau Fischer zu trennen, nicht richtiger. Aber es ist auch kein Grund zur Traurigkeit“, macht Johannes Spieker deutlich.

Zum Vergleich: Im kompletten Jahr 2015 machten laut Spieker knapp 1200 Boote fest. Hinzu kamen 475 Wohnmobile. Die aktuelle Saison läuft noch bis Mitte Oktober, bei Wohnmobilen sogar länger.

Gespräch mit Marinekameraden

„Der Platz ist sehr beliebt“, informiert der Vorstandsvorsitzende. Dabei profitiere Haldensleben nicht zuletzt von seiner günstigen Lage. Auch die guten sanitären Einrichtungen seien ein Pluspunkt. Im Vergleich mit anderen Standorten müsse sich Haldensleben nicht verstecken: „Es gibt viele Marinas mit einem Hafenmeister, der nur stundenweise erreichbar ist. Da sind wir durchaus auf Augenhöhe“, betont Johannes Spieker. Dessen ungeachtet sei es wichtig, den Sportboothafen weiter voranzubringen.

Ebenfalls sehr am Herzen liegt dem Vorsitzenden der Wassersportfreunde die Rückkehr der Marinekameradschaft. Diese hatte mit der Schließung der Hafenklause ihr Vereinsdomizil verloren. „Die Geschichte der Marinekameradschaft ist eng mit diesem Hafen verbunden“, so Johannes Spieker. Alfred Bedau, der Vorsitzende der Marinekameradschaft, zeigt sich aufgeschlossen: Es habe bereits Gespräche gegeben. Sobald die neue Küche in der Hafenklause installiert sei, würden die Kameraden zurückkehren.

Wer sich als Gastronom für die Hafenklause interessiert, erreicht die Wassersportfreunde unter 03904/724 76 3.