Alleringersleben l Die blau-gelben Fahnen wehten vor kurzem auf dem Sportplatz im Wind. „Das Sommerfest gehört zu den Höhepunkten im Vereinsleben“, sagte Thomas Crakau, Bürgermeister der Gemeinde Ingersleben und Vorsitzender der Sportgemeinschaft (SG) Blau-Gelb Alleringersleben, zu der 50 Erwachsene und genau so viele Kinder gehören. Fußball und Kegeln sind die Schwerpunkte. „Viele kleine Kicker kommen aus den Nachbarorten zum Fußballtraining zu uns“, erklärte Crakau.

Höhepunkt im Vereinsleben

Obwohl das Wetter in diesem Jahr ideal für Sport im Freien war, gestaltete sich das dreitägige Sportfest ungleich schwieriger als in den Vorjahren. Grund dafür war, Teams für die Fußballwettbewerbe zu gewinnen.

Am ersten Abend konnte das Turnier der Alten Herren gar nicht erst stattfinden, da alle geladenen Mannschaften kurz zuvor absagten. Dafür trugen die Kegler der zweiten Mannschaft ihren Wettkampf aus. „Unter Sportlern gibt man schon mal den einen oder anderen vom eigenen Team ab, um einem anderen zu helfen“, weiß Katrin Kaiser, die zur SG gehört.

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Die Nachwuchs-Teams der E-Jugend und D-Jugend spielten gegeneinander. „Zuvor wurde noch Bennett Peinemann mit einigen Emotionen aus dem D-Junioren-Team verabschiedet, er verlässt die Blau-Gelben in Richtung HSC und Talente-Liga. Wir wünschen ihm alles Gute“, sagten die Trainer Florian Weigand und Kevin Cieslik.

Dreitägige Veranstaltung

Ihre Beine sind nicht ganz so lang, wie die von den Damen des berühmten Fernsehballetts, aber die Frauen der „Allertaler Tanzgruppe“ haben Spaß am gemeinsamen Reigen beim Volkstanz und auch bei Line-Dance-Variationen. Jeden Montag von 18 bis 19 Uhr trainieren die Frauen im Sportlerheim. „Es wird auch mal länger“, sagt Christa Dittrich mit einem Augenzwinkern.

Sie ist schon seit der ersten Stunde im Jahr 1990 dabei. „Wir tanzen nicht nur, sondern genießen die Geselligkeit, trinken mal ein Glas Wein oder grillen“, erklärte sie. Wer mittanzen möchte, muss nicht in Alleringersleben wohnen. „Es tanzen bei uns Frauen aus Morsleben und Bartensleben. Das Schöne an unserer Tanzgruppe ist, dass wir immer zusammenhalten. Wer mitmachen möchte, muss noch nicht perfekt tanzen können. Es geht um den Spaß an der Bewegung“, weiß die Vorsitzende der Gruppe. Eine Altersgrenze nach oben oder unten gibt es nicht.

Tanzgruppe gibt es seit 1990

Beim Sportfest zeigten die „Tanzelfen“, dass sie auch köstlichen Kuchen aus ihren Backöfen zaubern können. „Die Kuchentafel gestalten wir in jedem Jahr. Sehr viele Gäste nutzen die Kaffeezeit im Zelt, um miteinander zu plaudern“, weiß Christa Dittrich. „Es hat sich halt herum gesprochen, was für einen Gaumenschmaus die Besucher erwartet“, beschrieb Katrin Kaiser.

Am Nachmittag startete das Turnier der Freizeitmannschaften auf zwei Kleinfeldern. Sechs Mannschaften aus der näheren Umgebung mit Namen wie „Mein ganz persönlicher Favorit“ oder „AS Tralkörper“ waren angetreten. Den Pokal holten sich souverän die Spieler aus Bregenstedt vom Team „Ente, Rotkohl, Klöße“ vor den jüngsten Teilnehmern von „Mein ganz persönlicher Favorit“ und einer Freizeittruppe aus Marienborn in Retro-Trikots.

Der Abend stand im Zeichen von Diskoklängen im Zelt, zu denen sich noch zahlreiche Gäste eingefunden hatten und bis in die frühen Morgenstunden tanzten und feierten.

Abends Disco

„Früh aufstehen“, hieß es am Sonntagmorgen zum musikalischen Frühschoppen mit Hausschlachtewurst und Live-Musik vom Saxophon-Duo MiRa. Parallel zum bunten Treiben im Festzelt wurde der Wettbewerb der ersten Kegelmannschaft mit Gästen aus Morsleben, Ilsenburg und Blankenburg ausgetragen. Außerdem trugen die jüngsten Fußballer des Vereins, die Kidskicker, ihr Turnier mit den Teams aus Weferlingen, Ebendorf und Bebertal aus.

Erst am späten Nachmittag verließen die letzten Feiernden das Festgelände. Es waren lange und anstrengende Tage für alle aktiven Helfer, die an und auf den Anlagen sowie hinter dem Tresen wirkten. „Aber man sollte gerade in den Dörfern immer wieder auch die Feste feiern, wie sie fallen und nicht ständig meckern, dass nichts los sei“, betonte Katrin Kaiser, die ebenfalls viele Stunden am Tresen die Gäste bewirtete.