Kindertag

Staatssekretärin lädt zur Vorlesestunde in den Wald bei Satuelle

Ein bunter Bauwagen, Sitzgruppen aus Holz und vor allem keine Wände – im Waldkindergarten ist jeder Tag ein Abenteuer in der Natur. Am Kindertag ist die neue Bücherkiste und die Vorlesestunde aber eine willkommene Abwechslung.

Von Lena Bellon
Susi Möbbeck liest im Waldkindergarten Satuelle aus dem Buch "Der Grüffelo" vor.
Susi Möbbeck liest im Waldkindergarten Satuelle aus dem Buch "Der Grüffelo" vor. Foto: Lena Bellon

Satuelle - Die Kinder kommen aus allen Ecken des Waldes gelaufen als Susi Möbbeck (SPD) mit einer großen Bücherkiste in den Wald gelaufen kommt. Die Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt und schaut sich am Kindertag den Waldkindergarten Birkenwäldchen an und liest den Kindern vor. „Wir wollen, dass die Kinder hier bei uns richtig Kind sein dürfen“, erklärt Cornelia Schmidt, Leiterin der Kita.

Möbbeck gratuliert zum Kindertag und stellt der Kita-Gruppe „Wichtelzwerge“ die Bücherkiste auf den Tisch. Sofort nehmen sich alle Kinder ein Buch und schauen allein oder in kleinen Gruppen die mitgebrachten Bücher an. „Bei der Auswahl habe ich mich an den Empfehlungen der Stiftung Lesen orientiert, aber auch an den Lieblingsbüchern meiner Kinder“, erzählt die Staatssekretärin. Sie wolle eine große Vielfalt anbieten Bücher mitbringen, die selbst erkundet und auch vorgelesen werden können. „Ich persönlich finde auch Bücher mit Reimen toll, das können die Kinder sich schnell einprägen“, sagt Möbbeck.

Den Grüffelo kennt jedes Kind

Als sie zur Vorlesestunde einlädt, setzen die Kinder sich gespannt auf die Bänke. „Den Grüffelo kenne ich schon“, ruft eins der Kinder aus der Reihe. Dass die anderen Kinder das Buch ebenfalls kennen, ist nicht zu überhören: Alle Kinder können bei der Geschichte mitsprechen und wissen schon bevor die Seite umgeblättert wird, wie es weitergeht. „Ich freue mich total, dass die Bücher so gut ankommen. Wenn Kinder lesebegeistert sind, dann bleibt man das als Erwachsener auch oft“, so Möbbeck. Die Kita-Leiterin stimmt zu: „Oft brauchen wir kein zusätzliches Spielzeug, weil die Natur genug bietet. Aber Bücher binden wir immer mit in den Alltag ein, weil die Kinder da auch viel lernen können.“

Die sechsjährige Mia blättert mit zwei anderen Kindern in dem Buch „Die kleine Raupe Nimmersatt“. Sofort erzählen die Kinder, dass es von der Raupe Nimmersatt auch ein Lied gäbe, das vor dem Essen manchmal gesungen wird. „Ich habe wirklich einen tollen Eindruck von dem Konzept des Waldkindergartens“, zieht Möbbeck abschließend ein Fazit, nachdem sie sich die Halbtagsgruppe und die Anlage angesehen und mit den Erziehern gesprochen hat. Sie erlebe, dass die Nachfrage nach Waldkindergärten wächst und immer häufiger Alternativen zu herkömmlichen Kitas gefordert werden.