Haldensleben l Mit ihrem extra auf Haldensleben zugeschnittenen Programm „Wer kommt, bleibt“ haben die Magdeburger Kugelblitze den Startschuss für die öffentlichen Feierlichkeiten zum 1050-jährigen Bestehen der Stadt zwischen den Wäldern gegeben. Und den ließen sich 220 Besucher am Freitagabend in der ausverkauften Kulturfabrik nicht entgehen.

Sabine Münz, Uli Kreschel und Axel Schröder brachten dabei einiges auf die Bühne, was Rang und Namen hat. So war Angela Merkel gleich zweimal zu Besuch in der Kreisstadt – einmal als Gast zum Stadtjubiläum, einmal als Gast in Haldensleben III. Der Roland ritt direkt vom Marktplatz in die Kulturfabrik, um zu berichten, was er in den vergangenen 600 Jahren dort alles gesehen hat. Selbst die „schrecklich glamourösen“ Geissens kamen, um in Haldensleben zu investieren – wobei sie die Kulturfabrik mit ein wenig mehr Prunk und Protz gleich in ein Freudenhaus umwandeln wollten.

Umgehung und Tunnel

Das Publikum wurde willkommen geheißen zum „Sachsen-Anhalter Bestattertag“ und über den Fachkräftemangel in Deutschlands Wirtschaft am Beispiel von Euroglas informiert. Die Aktivistinnen von Femen schickten erstmals einen männlichen Vertreter, um ihre Forderungen in Sachen Umgehungsstraße und Tunnelbau für Haldensleben zu vermitteln. Und das alles nur, weil Haldensleben in diesem Jahr seine Ersterwähnung vor 1050 Jahren feiert.

Bilder

Zwei Stunden lang hat das Kabarett-Trio aus der Landeshauptstadt Haldensleben durch den Kakao gezogen und Lieder auf die Stadt gesungen, zwei Stunden lang gelästert und gelobt, zwei Stunden lang mit lauten, leisen und auch vulgären Tönen 1050 Jahre Stadtgeschichte lebendig gemacht. Und nach zwei Stunden waren sich sowohl Kabarettisten als auch Zuschauer einig: „Wer kommt, bleibt!“

Mit Pharrell Williams „Happy“, gesungen von Sabine Münz, verabschiedete sich das Trio: „Danke Haldensleben fürs Bleiben. Und Danke an die Bürgermeisterin für die Pointen!“