Haldensleben l In einigen Haushalten blieb am Sonnabend- und Sonntagmittag die Küche kalt. Schließlich gab es auf dem Postplatz eine – wenn auch übersichtliche – Auswahl an frischen Burgern, Cheese Dogs, Flammkuchen und Baguettes. „Leider haben einige Standbetreiber kurzfristig abgesagt“, bedauerte Marco Dörheit, einer der Organisatoren des Streetfoodmarktes, die Situation.

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr sollte dieses Mal das Angebot erweitert werden, zehn Stände seien geplant gewesen, erzählte er. Dass am Ende nur vier „Brutzelstände“ auf dem Postplatz standen, sah er aber auch als Herausforderung für kommende Veranstaltungen. „Die Idee mit dem Streetfoodmarkt ist ja noch recht jung. Das Angebot hat das Potenzial zu wachsen“, meinte Dörheit.

Marionettenbau und Löffelschnitzen

Nicht nur kulinarisch war für Abwechslung gesorgt, auch kulturell hatte die Innenstadt etwas für die kleinen und großen Besucher zu bieten. Das Perplex-Figurentheater zog dabei die Kinder magisch in seinen Bann – ebenso die Riesenseifenblasen, die Tom zauberte.

Bilder

Handwerklich ging es beim Marionnettenbau-Workshop zu, und auch Löffelschnitzer Enrico Genz ließ sich bei seiner Arbeit auf die Finger schauen. Der Altmärker fertigte mit Beil und Messer vor den Augen der Besucher aus einem Stück Holz einen Löffel. Auch handgefertigter Makramee-Schmuck war erhältlich, zudem öffneten am Sonntag die Händler ihre Geschäfte.

Mit „The Coins“ hatten die Veranstalter drei Straßenmusiker aus Leipzig eingekauft, die auf Gitarre, Kontrabass und Eimer-Schlagzeug bekannte Hits zum Besten gaben. Allerdings fiel der einstündige Auftritt für die meisten Besucher am Sonnabendabend doch ein wenig zu kurz aus. Bereits ab 21 Uhr machte sich so Aufbruchsstimmung breit. Nicht ganz unschuldig daran war auch die Kälte, die so manchem die Lust auf ein Bierchen vermieste.

Auch die Standbetreiber waren nicht ganz so zufrieden wie noch im April 2017. „Es sind schon weniger Besucher hier als im letzten Jahr“, stellte Sascha Oldenburg für den Sonnabend fest. Etwas höhere Temperaturen hatte er sich gewünscht. Und auch Marko Dörheit kann sich vorstellen, den Streetfoodmarkt künftig unabhängig vom Jacobimarkt zu veranstalten und ihn fest auf ein April-Wochenende zu setzen – in der Hoffnung auf besseres Frühlingswetter.