Polizeieinsatz in Haldensleben Streit eskaliert! Gefährlicher Angriff auf Mitarbeiter der Ausländerbehörde
Ein Angriff in der Ausländerbehörde hat in Haldensleben zu einem Polizeieinsatz geführt. Unter anderem mit einem Stein soll ein junger Mann auf einen Mitarbeiter eingeschlagen haben. Darum eskalierte der Streit.

Haldensleben - Es ist früher Nachmittag, als am Dienstag, 11. November, ein 25-Jähriger in der Ausländerbehörde in Haldensleben die Kontrolle verliert. Die Polizei muss eingreifen.
Wie die Polizei informiert, sei der Eskalation eine verbale Auseinandersetzung im Amt für Soziales und Integration in der Krohnesruhe in Haldensleben vorausgegangen. Der 25-jährige Beschuldigte sei dabei mit einem 37-Jährigen, der als Mitarbeiter in der Behörde tätig ist, aneinandergeraten.
Attacke in der Behörde: Mann verliert die Kontrolle
Der Mitarbeiter forderte den 25-Jährigen daraufhin demnach zum Verlassen des Gebäudes auf. Erst sei er dieser Aufforderung zwar nachgekommen, habe dann aber vor dem Verwaltungsgebäude Steine aufgesammelt. Als der junge Mann dann die erneute Aufforderung erhielt, zum Objekt zu kommen, um seine persönlichen Sachen mitzunehmen, ist der Streit offenbar eskaliert.
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„In diesem Zusammenhang schlug der Beschuldigte mit einem Stein gegen das Gesicht des Geschädigten“, erklärt Claudia Seidemann, Pressesprecherin des Polizeireviers Börde. Daraufhin habe der 25-Jährige einen Platzverweis für den unmittelbaren Nahbereich der Behörde erhalten. Nur kurze Zeit später verstieß er der Polizei zufolge erneut gegen den Verweis. „Somit wurde neben einem Ermittlungsverfahren wegen Gefährlicher Körperverletzung ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen den Beschuldigten eingeleitet.“
Demo und gezielte Attacke auf Behörden: Weitere Vorfälle sorgen für Einsätze der Polizei
Erst vor etwa vier Wochen hatte eine Demonstration vor der Ausländerbehörde Haldensleben für Aufsehen gesorgt. Aktivisten von „Solidarity Movement“ (Solimo) und weitere Teilnehmer wollten damit die Abschiebung des Gambiers Yerro Gaye stoppen.
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Bei einer weiteren Kundgebung dazu vor dem Verwaltungsgericht in Magdeburg sei es zu körperlichen Auseinandersetzungen gekommen. Der Landkreis Börde bestätigte, dass mehrere Personen bei der Kundgebung behandelt werden mussten, die durch Reizgas verletzt wurden. Demnach waren sechs Teilnehmer der Demonstration und ein Polizist unter den Verletzten.
Auch in Magdeburg kommt es immer wieder zu Vorfällen vor und in der Ausländerbehörde. Zuletzt war die Behörde Mitte September das Ziel einer Attacke - mit Steinen wurden die Scheiben eingeschlagen. Bereits einige Monate zuvor hatte es einen Tumult gegeben, weil eine Gruppe von etwa 20 Personen versuchte, gewaltsam in das Gebäude einzudringen. Auch am neuen Standort an der Lübecker Straße gab es bereits mehrere negative Vorfälle.