Haldensleben l Das Tierheim Satuelle wird nun doch mehr Geld von der Stadt bekommen. Künftig soll Haldensleben jährlich einen Euro pro Einwohner zahlen. Das haben die Stadträte in ihrer Sitzung am Donnerstagabend beschlossen. Bisher waren es 70 Cent gewesen.

Damit hat Haldensleben nun den gleichen Satz wie Oschersleben. Die Stadt an der Bode zahlt seit diesem Jahr einen Euro pro Einwohner. Alle anderen Gemeinden im Einzugsgebiet des Tierheims zahlen 70 Cent.

Erst Mehrheit dagegen

Abgezeichnet hat sich diese Entscheidung der Stadträte nach außen nicht. Im Hauptausschuss hatte kürzlich eine Mehrheit gegen die Anhebung des Betrags gestimmt. „Ich finde es nicht richtig, dass Haldensleben mehr bezahlt als andere Ortschaften“, hatte Birgit Kolbe von der Bürgerbewegung Haldensleben ihre Ablehnung begründet.

Am Donnerstag plädierte sie dann für die Erhöhung und berichtete, dass sie nun mit der Leiterin des Tierheims gesprochen habe. „Das Tierheim übernimmt Aufgaben im Interesse der Stadt wie etwa die Kastration von freilaufenden Katzen“, betonte sie. Eine Anhebung des Betrags sei gerechtfertigt.

Zu Wort kam bei der Sitzung am Donnerstag auch Dirk Lehmann, Mitarbeiter des Tierheims. Das Tierheim sei eine Baustelle, sagte er, die Hundezwinger seien teilwese 20 Jahre alt. „Wir wollen mehr Geld haben, um das Tierheim vernünftig zu führen“, betonte er.

Nachweis gefordert

Die stellvertretende Bürgermeisterin, Sabine Wendler, sagte, das Tierheim habe der Stadt bisher nicht mitgeteilt, dass das Geld nicht ausreiche. Mehrere Stadträte plädierten dafür, einen Bedarfsnachweis vom Tierheim einzufordern, bevor die Zuschüsse erhöht werden. Einige enthielten sich am Ende bei der Abstimmung.

Zuletzt hatte Haldensleben die Pauschale für das Tierheim laut Stadtverwaltung im Jahr 2009 angehoben. Ein Versuch, die Pauschale in allen Gemeinden gleichermaßen anzuheben, scheiterte im Jahr 2011. Mit der Erhöhung zahlt die Stadt Haldensleben nun jährlich etwas mehr als 19 000 Euro, zuvor waren es um die 14 000 Euro.