Wedringen l Schon von weitem kann man den Hundezwinger auf Gregor Helmeckes Grundstück erkennen. Sobald seine Hunde einen erblickt haben, beginnt auch schon das unüberhörbare Gebell der Hündin Edda und des Rüden Ares. „Rottweiler haben es mir einfach angetan“, sagt Gregor Helmecke.

25 Jahre alt war Gregor Helmecke als er begann sich für den Hundesport zu begeistern. Seitdem ist seine Leidenschaft für die Hunde und die Arbeit mit ihnen immer größer geworden. Seit fast 15 Jahren widmet er sich diesem Hobby. Dafür besuchte er anfänglich zwei Fährtenseminare, alles Weitere lernte er von Freunden und Bekannten, die ebenfalls diesen Sport betreiben.

Gregor Helmecke bildet seine Hunde sowohl zum Fährtenhund, als auch zum Schutzhund aus. Der Rottweiler Ares hat über die Jahre schon an vielen verschiedenen Prüfungen teilgenommen, bei denen viel von ihm, als auch von seinem Trainer verlangt wurde. So geht es zum Beispiel bei der Fährtenprüfung darum, dass der Hund eine bestimmte Strecke abläuft. Auf dieser Route muss der Hund die Fährte ausgelegter Gegenstände aufnehmen und diese finden. Allerdings werden auch Befehle wie „Sitz“ oder „Platz“ geprüft.

Zum Trainieren fährt der Hundeliebhaber meist auf einen Übungsplatz in Langenweddingen oder auf eine weitläufige Wiese. Dort bereitet er die Fährte vor, indem er zum Beispiel Futter an unterschiedlichen Orten platziert. Nun liegt es an Ares, alles zu finden. Um den Anspruch zu erhöhen, kann auch ein sogenannter Verleiter eingesetzt werden. Ein Verleiter ist jemand, der die Fährte durchquert und dadurch seinen Geruch hinterlässt. Damit wird trainiert, dass der Hund die verschiedenen Gerüche unterscheiden kann und nicht die falsche Fährte aufnimmt.

„Fährtenarbeit ist Fleißarbeit“, erklärt Helmecke, denn die Strecken müssen immer wieder variieren, damit Ares sich nicht daran gewöhnt und jedes Mal erneut gefordert wird. Bei der Prüfung müssen sich die Spürnasen auf einer Strecke von 1800 Schritten bewähren.

Der Schutzdienst ist die Königsklasse

Doch „die Königsklasse im Hundesport ist der Schutzdienst“, betont Gregor Helmecke. Obwohl gerade diese Disziplin in Verruf geraten ist. Dabei handele es sich explizit eben nicht um eine Kampfhund-Ausbildung, erklärt der Hunde-Trainer. Geübt werde das gezielte Anspringen und Ablassen von einer Person, wobei der Hund auf direkte Befehle seines Herrchens reagieren muss. Um eine dieser Prüfungen zu meistern, müssen Trainer und Hund ein Team bilden. Mithilfe antrainierter Befehle gehorcht Rüde Ares auf jedes Wort seines Herrchens. Ob einmal um die Beine laufen oder sich auf den Boden legen. Jederzeit hält Ares den Blickkontakt zu seinem Kommandeur aufrecht. Das ist eine wichtige Grundlage für die Ausbildung zum Schutzhund.

Aufgrund der damit einhergehenden Stresssituation für den Hund, entschied sich Gregor Helmecke gegen die Weiterführung dieser Ausbildung, da er während einer Prüfung merkte, dass Ares sehr aufgeregt war und er, so Helmecke, schon von seinem Wesen her „sehr sensibel ist“. Daher konzentrieren sich die beiden nun auf die Fährten- und Begleithundausbildung und nehmen am 2. November sogar an der deutschen Meisterschaft des ADRK (Allgemeiner Deutscher Rottweiler-Klub) in Borken-Burlo/Nordrhein-Westfalen teil.