Weferlingen l Lohnt es sich überhaupt noch, das eigentlich zur Tradition gewordene alljährliche Weferlinger Treffen auszurichten? Diese Frage stand in dieser Woche bei der Sitzung des Ortschaftsrates von Weferlingen auf dem Programm. Ortsbürgermeister Dirk Kuthe (SPD) sprach das Thema nicht von ungefähr an, sondern aus aktuellem Anlass. Für das Weferlinger Treffen an diesem Sonnabend, 16. Juni, haben nämlich nur eine gute Handvoll Leute ihr Kommen angekündigt.

Zu wenig, um solch großen Organisationsaufwand zu betreiben, findet Dirk Kuthe. Er hat das Weferlinger Treffen von seinem Vorgänger Hans-Werner Kraul sozusagen geerbt. Unter Horst Tober und Frau Holzapfel war das Treffen in den Anfangsjahren nach der Wende so richtig aufgeblüht, doch es hatte auch schon vorher immer wieder Ehemalige nach Weferlingen gelockt.

Unterstützt wird Ortsbürgermeister Dirk Kuthe bei der organisatorischen Vorbereitung von der Stadtverwaltung, die zum Beispiel die Einladungen verschickt.

Chance auf erneutes Wiedersehen

Ehemaligen Weferlingern, die, aus welchen Gründen auch immer, ihrer Heimat den Rücken zugekehrt hatten, war damit die Chance geboten, sich wieder einmal auf ihre Wurzeln zu besinnen, Leute zu treffen, die daheim geblieben oder eben auch weggegangen waren und Veränderungen anzusehen.

Doch alters- und gesundheitsbedingt sank die Zahl der Teilnehmer an den Weferlinger Treffen in den vergangenen Jahren kontinuierlich. Einige regelmäßige Gäste von einst sind bereits verstorben.

Jüngere Weferlinger gewinnen

Was also tun? Es ganz einschlafen zu lassen, hält Volker Marquardt (CDU) nicht für den richtigen Weg. „Wir müssen uns bemühen, ehemalige Weferlinger jüngeren Alters einzubeziehen“, meinte er und spielte auf sein eigenes Alter an. Es gebe viele aus seiner Jugendzeit, die Weferlingen den Rücken gekehrt hätten.

Diese zu erreichen, sieht er als Chance, das Weferlinger Treffen auch weiterhin stattfinden zu lassen. Allein das Gesprächsangebot, das sich aus dieser Veranstaltung ergibt, sei unschätzbar. Im Zusammenspiel mit Besuchen von Weferlinger Sehenswürdigkeiten wie dem Heimat-und Apothekenmuseum, dem Aussichtsturm Grauer Harm oder der Lambertikirche mit der Watenphul-Ausstellung werde aus dem Treffen ehemaliger Weferlingen mit Weferlingern eine runde Sache.

Für alle, die neugierig geworden sind: Das Weferlinger Treffen findet am Sonnabend, 16. Juni, ab 11 Uhr in der Barriere Rehm statt.