Weferlingen l In Zeiten, wo nahezu jeder Verein auf der Suche nach Nachwuchs immer älter wird, plagen den Weferlinger Sportverein MTV mit seiner Abteilung Fußball gegenteilige Sorgen.

Der Verein hat so viel fußballerischen Nachwuchs gewinnen können, dass der Platz im Stadion des Friedens nicht mehr ausreicht, um alle Heimspiele bestreiten zu können. In der vergangenen Saison mussten so etliche Spiele mit Heimrecht nach außen verlegt werden.

Zu viele Sportler auf engem Raum

Auch der Trainingsbetrieb im Freien kann bei der hohen Anzahl der Mannschaften trotz straffem Zeitplan kaum bewältigt werden. Darum hat die Abteilung Fußball nach einem Konzept zur Umgestaltung des Sportplatzes gesucht.

Dabei kamen gleich mehrere Varianten auf den Tisch. Dem Weferlinger Ortschaftsrat lag am Montagabend allerdings lediglich ein schriftlicher Antrag vor, den Ortsbürgermeister Dirk Kuthe (SPD) kurz vorstellte. Danach sollen die Tore etwas versetzt werden, um Platz für ein zusätzliches Kleinfeld als Trainingsplatz zu gewinnen. Diesem Vorschlag können sich die Ortschaftsräte anschließen.

Keine zwei Spielfelder nebeneinander

Eine strikte Ablehnung aller Ortsräte gab es hingegen für eine weitere Variante, die am Montag von teilnehmenden Sportfreunden zur Sprache gebracht wurde, nach der die Spielfläche insgesamt aufgeweitet wird, so dass zwei Spielfelder nebeneinander geschaffen werden könnten. Dann nämlich müsste die Stadionlaufbahn geopfert werden.

Die Ortsräte Volker Marquardt (CDU), Harald Märtens (CDU) und Thilo Walther (CDU) sprachen sich vehement dagegen aus. „Das Abschaffen der Aschebahn wäre ein großer Einschnitt für das Stadion“, meinte Volker Marquardt. Harald Märtens erinnerte an die alljährlichen Sportfeste des Gymnasiums, der Grundschule und des Kindergartens, die auf jeden Fall Laufwettbewerbe im Sportstadion durchführen und dafür die Bahnen brauchen würden.

Schüler brauchen Laufbahn

Am Donnerstag, 14. Juni, finden beispielsweise auch die Bereichsmeisterschaften der Grundschulen aus der Region im Weferlinger Stadion des Friedens statt. Maik Hackert als Sportfreund, in Namen des Vereinsvorstandes und als Lehrer plädierte für eine Lösung mit Laufbahn. Es sei verständlich, dass Gymnasium, Grundschule und Kindergarten für ihre Veranstaltungen die Laufbahn benötigen.

Das Gespräch über eine Neugestaltung des Sportplatzes war in Zusammenhang mit einer Ortsbegehung gemeinsam mit der Stadtverwaltung aufgekommen, bei der es eigentlich um die Pflege im Stadion gegangen war. Aufgrund der Großflächigkeit der Anlage können die Sportfreunde die Grünpflege nicht allein stemmen. Die Sauberhaltung der Laufbahn und des Randbewuchses sei Angelegenheit der Gemeinde, wurde beim Vor-Ort-Termin festgestellt, an dem auch Bürgermeister Hans-Werner Kraul teilgenommen hatte.

Zweiter Platz für Trainingszwecke

Einstimmig plädierte der Ortschaftsrat für die schriftlich vorgelegte Variante der Schaffung eines zweiten Platzes für Trainingszwecke und Kleinfeldturniere. Die Umsetzung kann zügig erfolgen und bringt dem Verein damit kurzfristig etwas Entlastung.

Über alles weitere müsse es erst einmal einen Konsens in Vereinsreihen geben. Heike Bernstorff (SPD) verwies in diesem Zusammenhang auf EU-Mittel, die für Sportstätten ausgereicht würden. Dafür brauche es aber natürlich ein stimmiges Konzept.