Eschenrode l Die Spannung am Sonnabendnachmittag stieg. Noch war das Schild am neuen Verkaufsstand verhüllt. Herbert Scheibe, Vorsitzender des Heimat- und Feuerwehrvereins Eschenrode, begrüßte zahlreiche Gäste auf der idyllisch gelegenen Wiese auf dem einstigen Sportplatz zum dritten Sommerfest. „Da in Eschenrode nicht viel los war, hatte ich vor vier Jahren den Bürgermeister Jürgen Böttcher gefragt, was er von der Idee hält, einen Verein zu gründen. Schon am ersten Abend waren 19 Leute dabei. Wir haben sofort einen Vorstand gegründet“, sagte Scheibe und erzählte, wie der Verein gewachsen ist. In diesem Jahr fand die erste Grünkohlwanderung statt. „Sofort gab es vier neue Mitglieder. Kurze Zeit später kamen noch mal sieben Leute dazu“, so der Vorsitzende.

Mitgestaltung des Dorflebens

Ziel des Vereins ist es – nach den Ausführungen von Scheibe – das Dorf mitzugestalten. Eine der ersten Aufgabe ist es, den Platz des ehemaligen Sportplatzes als Festwiese auszustatten. Stolz präsentierten die Vereinsmitglieder die gerade fertig gebaute Hütte als Verkaufstheke. „Später soll noch ein Grillplatz und eine Art Finnenhütte entstehen. Geplant ist auch ein Beach-Volleyballplatz“, schilderte Scheibe. Der Verein würde dann den Eschenrödern anbieten, den Platz samt Spielwiese, Grillmöglichkeit und Ausschankstand auch für private Feste zu nutzen.

„Gut ist, dass wir das, was wir zuvor als Gemeinde allein gestemmt haben, nun durch den Verein auf breitere Schultern verlagern können. Dadurch spannen wir noch mehr Leute an“, sagte Böttcher, der auch im Vorstand des Vereins mitwirkt.

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Jeder kann mitmachen

„Jeder kann in unserem Verein mitmachen. Man muss auch nicht im Ort wohnen. Jeder, der sich mit Eschenrode verbunden fühlt, ist willkommen“, sagte Scheibe, der sich bei allen, die beim Bau des Verkaufsstandes geholfen hatten, bedankte. Scheibe enthüllte das Schild. Dafür gab es tosenden Beifall. „Das Schild ist aus einem Eichenholzbrett, das Philipp von Alvensleben, dem Verein geschenkt hatte. Die Stellmacher Dirk und Axel Schröder in Hörsingen hatten noch die Oberfläche des Brettes geglättet. Bodo Müller aus Klein Bartensleben hat den Schriftzug samt Wappen gestaltet“, sagte der Vereinschef und betonte, dass auch das Schild unentgeltlich durch engagierte Freunde entstanden war.

„Es ist für eine Gemeinde eine große Freude, so einen aktiven Verein zu haben“, sagte Böttcher und überreichte im Namen des Ortschaftsrates ein kleines Geschenk an den Vereinsvorsitzenden. Ein Präsent hatte der Vorstand auch für Elisabeth Scheibe, die ihrem Ehemann immer den Rücken freigehalten und die tatkräftigen Helfer mit Speisen und Getränke versorgt hatte.