Schlangen-Suche

Video: Vorerst letzte Suchaktion in Haldensleben nach dem ausgebüxten Python

Noch immer fehlt von dem drei Meter langen Python jede Spur. Dieser war am 24. Juli aus einer Privatwohnung in Haldensleben entflohen. Gestern fand die vorerst letzte Suchaktion nach dem Tier statt.

Von Stephanie Tantius
Auch gestern (5. August) suchten fünf Feuerwehrleute erneut nach der ausgebüxten Python. Das sei nun erst einmal die letzte große Suchaktion gewesen, so der Wehrleiter Frank Juhl.
Auch gestern (5. August) suchten fünf Feuerwehrleute erneut nach der ausgebüxten Python. Das sei nun erst einmal die letzte große Suchaktion gewesen, so der Wehrleiter Frank Juhl. Foto: Thomas Schulz

Haldensleben - Noch haben die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Haldensleben in Absprache mit dem Ordnungsamt die Suche nach dem verschwundenen Python nicht aufgeben.

Auch gestern suchten fünf Kameraden von 17 Uhr ungefähr zwei Stunden erneut nach dem Tier. Dieses war vor gut drei Wochen aus einer Privatwohnung entwischt. Da der Fluss Ohre nahe der Wohnung der Schlange liegt, wird sie dort vermutet.

Die Würgeschlange war vor gut drei Wochen aus einer Privatwohnung entwischt. Im Interview erklärt Wehrleiter Frank Juhl die Suche. Kamera: Thomas Schulz / Schnitt: Samantha Günther

Mit Watthosen durchkämmten sie das Ufergebüsch des Flusses und kontrollierten mehrere Schlangenfallen, die sie als Rückzugsort bereits Ende Juli aufgestellt hatten. Doch auch gestern konnten sie die Würgeschlange nirgends entdecken. „Es ist eine schwierige Suche“, sagt Wehrleiter Frank Juhl auf Volksstimme-Nachfrage. Denn es gebe keine Anhaltspunkte, wo sich das Tier aufhalte.

Mit Watthosen durchkämmten die Feuerwehrleute das Ufergebüsch des Flusses Ohre und kontrollierten mehrere Schlangenfallen.
Mit Watthosen durchkämmten die Feuerwehrleute das Ufergebüsch des Flusses Ohre und kontrollierten mehrere Schlangenfallen.
Foto: Thomas Schulz

Schlangenkisten werden weiterhin kontrolliert

Das sei nun auch erst einmal die letzte große Suchaktion gewesen, so Frank Juhl. Die Schlange könne sich wochenlang verkriechen. „Die aufgestellten Schlangenkisten kontrollieren wir die nächsten zwei Wochen weiterhin", sagt der Stadtwehrleiter. Danach müsse das Ordnungsamt entscheiden, ob weiter gesucht oder die Suche nach dem Python eingestellt werde.

Wie die Volksstimme berichtete, schätzt Schlangen-Experte Markus Weier, das Gefahrenpotenzial des ausgebüxten Tieres als „sehr gering bis gar nicht existent“ ein. Er geht davon aus, dass das Tier bei den kühlen Temperaturen nachts bald erkranken oder versterben wird.

Nach Volksstimme-Informationen befand sich der Halter des Pythons zur Zeit des Ausbruchs in medizinischer Behandlung. Er hatte sich aber um die Versorgung seiner Tiere über Dritte gekümmert.

Mehrere Schlangenfallen sind an der Ohre platziert worden. Diese werden mehrmals in der Woche kontrolliert.
Mehrere Schlangenfallen sind an der Ohre platziert worden. Diese werden mehrmals in der Woche kontrolliert.
Foto: Thomas Schulz