Weferlingen l Dirk Kuthe ist neuer Ortsbürgermeister von Weferlingen. Er wurde am Montagabend in geheimer Abstimmung aus der Mitte des Weferlinger Ortschaftsrates heraus gewählt. Sieben der acht anwesenden Mitglieder des Ortschaftsrates hatten ihre Stimme abgegeben, fünf plädierten für den zuvor von Volker Marquardt und Heike Bernstorff einmütig vorgeschlagenen Dirk Kuthe. Zwei Stimmen waren ungültig.

Heike Peters hatte als stellvertretende Ortsbürgermeisterin die Sitzung im Rathaus eröffnet und die Wahl gleich an den Anfang der Sitzung gelegt.

Sie bedankte sich zunächst im Namen des Ortschaftsrates mit einem guten Schluck und persönlich mit einem Kaktus bei Hans-Werner Kraul. Sie habe lange überlegt, was ein passendes Geschenk wäre, wenn man so ein Amt antritt.

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Auch für den neu gewählten Ortsbürgermeister hatte sie einen Kaktus mitgebracht, dem sie Dirk Kuthe nach seiner Wahl überreichte.

Der neu gewählte Ortschef bedankte sich in seiner kurzen Antrittsrede für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Viele Ideen habe er für seine Amtszeit und hoffe, dass er einiges davon realisieren könne. Als zweitgrößter Ort sei Weferlingen und den anderen Orten mit der Einheitsgemeinde immer mehr die Verantwortung genommen worden. Hier ein Stück mehr Selbstverwaltung wiederzuerlangen, habe er sich auf die Fahnen geschrieben. Dazu gehöre für ihn zum Beispiel, eigenständig über Mieten und Pachten in den Orten entscheiden zu können.

Er nannte den Erhalt von Gebäuden, die Sanierung der Teichanlagen, die Gestaltung von Gutshof und Amtsgarten sowie vorrangig die Erweiterung und Sanierung der Grundschule. „Für die Planschule brauchen wir für die Zukunft ein Nutzungskonzept, ebenso sollten wir den Straßenbau, speziell im Riesenfeld, voranbringen“, sagte Dirk Kuthe. Die Straße sei in einem katastrophalen Zustand.

Außerdem wünsche er sich mehr Einbeziehung der Bürger. Um die Jugend müsse man sich kümmern, speziell Räumlichkeiten für sie bereitstellen. Auch die Senioren dürfe man nicht vergessen, die ohne große Worte darüber zu verlieren, viel für den Ort tun würden. „Und wir können ihnen noch nicht mal eine Weihnachtsfeier ausrichten“, so Dirk Kuthe.

Eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Vereinen sei ihm ebenso wichtig wie die gewerblichen und wirtschaftlichen Unternehmen vor Ort. Regelmäßige Austausche, beispielsweise durch Einladungen in den Ortschaftsrat, könnten dazu beitragen, dass man sich und die Probleme des anderen besser kennenlernen könne.

„Wir werden sicher nicht alles schaffen, aber einiges können wir gemeinsam in Angriff nehmen“, schloss er seine kleine Rede, bevor er die Versammlungsleitung von Heike Peters übernahm.