Velsdorf l „Jetzt hätte ich doch fast verpennt, das Weihnachtsmärchen am zweiten Advent. Hoch oben vom Norden komm ich her, der Weg nach Velsdorf war so schwer. Doch meine Rentiere können springen, jetzt bin ich hier, nun kann es beginnen“, verkündet Saskia Richter, die in den roten Kittel des Weihnachtsmannes geschlüpft ist.

„Vater, warum bekomm ich keine Karten?“, fragt der Hans (Mathias Hampel), der mit seiner Familie im Wald wohnt. „Du taugst doch nicht zum Skatspielen. Du bist der Dümmste von uns“, ist sich der Rest der Familie einig. „Klar, kann ich es, schließlich bin ich bei Franz Stöhr in die Lehre gegangen“, verteidigt sich der jüngste der drei Söhne. Die anderen älteren Söhne (Karolin Burda und Marcel Sawallich) sollen Holz zum Feuermachen aus dem Wald holen. Doch sie scheitern und verletzen sich durch ihre Ungeschicktheit. Weil sie zu geizig sind und dem Waldmännchen nichts von ihrem Bier abgeben, lässt der Waldgeist sie blutend zurück. Wie gut, dass der Jäger (Jens Widera) Mitleid mit den tollpatschigen Jungs hat und sie nach Hause bringt. Kleine Versprecher der Darsteller sorgen beim Publikum für großen Spaß. Nun muss Hans in den Wald. Dort verkündet ein Herold (Kristian Ernst), dass derjenige, der die Prinzessin (Nadine Heider) zum Lachen bringt, sie heiraten darf.

Der fröhliche Hans hat ein großes Herz, teilt mit dem Waldgeist sein Brot und sein letztes Bier. Er findet durch seine Freundlichkeit eine goldene Gans und so zum Glück. Alle, die das Federvieh berühren, bleiben kleben und ziehen mit dem singenden Hans ins Königreich. Und eine gelangweilte Prinzessin lernt, was Lebensfreude ist: Durch die erfrischende Begegnung mit dem putzigen Wundertier und dem singenden Anhang löst sich ihre innere Leere in befreiendes Lachen.

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So wird Hochzeit gefeiert. Königin (Silke Hampel) jubelt: „Jetzt werde ich doch endlich Oma.“ Das Publikum applaudiert. Tosenden Beifall gibt es auch für Helga Richter, aus deren Feder das Märchen stammt. Ortsteilbeauftragter Siegfried Dörheit bedankt sich bei allen Beteiligten und im Besonderen mit Blumen bei Helga Richter. „Wir haben sehr viele junge Schauspieler. So konnte die ältere Generation das Zepter weiter geben“, so Dörheit und ergänzt: „Helga, du wirst also noch lange nicht arbeitslos.“

Danksagung

Dörheit nutzt die Chance, um sich beim Schützenverein, bei der Feuerwehr, bei der Sportgemeinschaft (SG) Velsdorf-Mannhausen und bei den Freebikern zu bedanken. Alle Vereine haben nämlich den Weihnachtsmarkt mit gestaltet.

„Unser Dorf wird durch die Vereine präsentiert. Der Schützenverein hat zum Beispiel in diesem Jahr sein neues Domizil eröffnet. Die Feuerwehr musste im Sommer wegen der Hitze so oft zu Bränden ausrücken. Der Brunnen, der in Velsdorf gebohrt wurde, hat sich bewährt“, erinnert sich der Ortsteilbeauftragte. Auch die SG sei immer aktiv. „Im nächsten Jahr feiert die SG ihr 60-jähriges Bestehen. In diesem Rahmen finden die Festtage der Gemeinde Calvörde wieder in Velsdorf statt“, blickt Dörheit voraus.