Mannhausen l Wenn in Mannhausen der Löschangriff auf dem Plan steht, herrscht eigentlich immer Mallorca-Wetter. In diesem Jahr war alles anders. Statt Südsee-Wetter gab es strömenden Regen. Die Partyzelte und Sonnenschirme dienten als Regenschutz. Die treuen Fans postierten sich unter den Dächern am Wettkampfrand. Ehrgeizig gingen die Mannschaften an den Start, um mit Schnelligkeit, Technik und Wasser den Drömlingspokal zu gewinnen. Brandbekämpfer in elf Männer, sechs Jugendmannschaften und einem Frauen-Team aus elf Wehren kämpften am Sonnabend beim Löschangriff um die besten Zeiten.

Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU) begrüßte die Brandschützer. Er freute sich, dass viele Kinder und Jugendliche die Herausforderung angenommen haben. „Nur mit dem Nachwuchs, der sich für die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr begeistern lässt, kann der Erhalt der Wehren gesichert werden“, weiß der Gemeindechef und wünschte erfolgreiche Wettkämpfe.

Gute Beteiligung

„Obwohl das Wetter mies ist, haben wir eine recht gute Beteiligung. Wir sind auch viel unterwegs. Jetzt haben die Kameraden sich mit einem Gegenbesuch revanchiert“, sagte Mannhausens Wehrleiter Kevin Quatz. Andererseits stellte Quatz fest, dass aus der Gemeinde Calvörde, die elf Ortsteile hat, nur Zobbenitz, Klüden und Mannhausen dabei sind. „Es ist beeindruckend, dass in Mannhausen die Beteiligung so gut ist. Sogar aus dem Altmarkkreis sind Brandschützer da“, schilderte Frank Alvermann von der Gemeindewehrleitung der Verbandsgemeinde Flechtingen. „Bei uns im Landkreis – im Norden geht es noch halbwegs – sieht es mau aus. Es gibt es immer weniger Wettkämpfe. Es sind eben personelle Probleme. Es ist schwierig, immer sieben bis neun Leute zu finden, die beim Wettkampf mitlaufen wollen. Das ist für kleine Orte eben nicht so einfach“, weiß Alvermann.

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Roxförde war nicht zu schlagen. Die Konkurrenz aus der Altmark beeindruckte und legte eine Zeit von 23,73 Sekunden vor. „Wir sind seit 15 Jahren ein eingeschworenes Team, das aus erfahrenen Männern besteht. Natürlich kommen auch Neueinsteiger dazu, aber es wird immer schwieriger, Leute zu finden. Wichtig ist das regelmäßige Training“, erklärten die Roxförder, die mächtig stolz auf ihre Truppe sind, die sich durch mannschaftliche Geschlossenheit auszeichnet. Zur Mannhäuser Wehr haben die Altmärker seit vielen Jahren eine freundschaftliche Verbindung.

Haaresbreite zwischen den Teams

Silvana Behrens, Jugendwartin der Buchhorster Wehr, erklärte: „Wir sind schon seit etwa zehn Jahren hier in Mannhausen dabei. Die Organisation ist super . Mannhausen ist ein toller Gastgeber“, lobte die Buchhorsterin und schickte die Jugend an den Start.

Richtig spannend wurde es trotzdem, denn zwischen den nachfolgenden Teams lag nur eine Haaresbreite zwischen den Zeiten. Die Eickendorfer Frauen bewiesen auf der Wettkampfbahn, dass sie wissen, wo der Schlauch hängt. Als einzige Mannschaft mit Frauenpower gingen die Damen an den Start. Erst im vergangenen Jahr waren die Eickendorferinnen auf die Idee gekommen, auch eine Mannschaft zu bilden. Die Ladys holten sich schon einige Trophäen. Ihre Zeit in Mannhausen: 38,95 Sekunden – eine ernst zunehmende Konkurrenz – konnte sich sehen lassen. Hoch motiviert und pitschnass ging es in die zweite Runde. Die Roxförder sicherten sich am Ende den Pokal. Auch bei der Jugend war der Ehrgeiz riesig. Das Team aus Buchhorst siegte. Ein Dankeschön ging an alle, die bei der Organisation des Wettkampfes und bei der Bewirtung ihrer Freunde alle Hände voll zu tun hatten. Die Brandschützer aus Mannhausen hatten sich bei den jüngsten Meisterschaften als Kreismeister und die Böddenseller als Vice-Meister qualifiziert. Beide Wehren wollen sich an den Landesmeisterschaften am 9. September in Teutschenthal beteiligen und dort ihr Können erneut beweisen.