Calvörde l „Wir als Gemeinderat haben 2017 die Kooperationsvereinbarung ,Wirtschaftsraum Mittellandkanal an der Entwicklungsachse Magdeburg-Wolfsburg‘ beschlossen. Die Vereinbarung war mehrfach Thema von Beratungen“, blickte Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU) bei der jüngsten Zusammenkunft des Gemeinderates zurück. Die Verwaltungsvereinbarung soll zwischen der Stadt Haldensleben, der Gemeinde Calvörde und der Stadt Oebisfelde-Weferlingen zur Finanzierung der Eigenmittel zur Erstellung des Konzeptes bestehen. Als Voraussetzung für dieses LEADER-Kooperationsvorhaben hatten die drei Lokalen Arbeitsgruppen (LAG) grünes Licht gegeben. „Die Gemeinde Calvörde hatte stellvertretend für die beteiligten Kommunen einen Förderantrag zur Erstellung des Entwicklungskonzeptes gestellt. Hier gibt es eine Arbeitsteilung. Es muss nämlich immer einer den Hut für die Antragstellung der LEADER-Fördermittel aufsetzen“, erklärte der Bürgermeister.

Vor allem soll mit der Vereinbarung das Handeln der einzelnen Kommunen im Bezug auf die Entwicklung des Wirtschaftsraumes vernetzt werden. Vereinfacht soll eben nicht mehr jede Kommune allein ihr Bestes versuchen, um den Wirtschaftsraum Mittellandkanal voranzubringen und damit die Region zu stärken, sondern viele Vertreter sollen an einem Strang ziehen. Die Anrainer des Mittellandkanals, zu denen neben der Gemeinde Calvörde auch Bülstringen, die Niedere Börde und Wolmirstedt gehören, haben sich deshalb bereit erklärt, ihre Strategien und Handlungen aufeinander abzustimmen und damit auch einen Beitrag zu leisten, um darauf gerichtete Ziele des sogenannten Regionalen Entwicklungsplanes für die Planungsregion Magdeburg umzusetzen.

Entwicklungskonzept

So habe die Gemeinde Calvörde zum Beispiel die Aufgabe der Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes. Die Gemeinde Bülstringen sei federführend bei der Erstellung eines Standortmarketingkonzeptes und die Niedere Börde ist für die Moderation des Kooperationsprozesses inklusive Berichterstattung und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich.

Die Zusammenarbeit soll im Rahmen des zweijährigen Kooperationsvertrages organisiert und aus Mitteln des CLLD/LEADER-Prozesses kofinanziert werden. Dafür sind Kosten von 14.000 Euro geplant. Die 90-prozentige Förderung beträgt 12.600 und der zehnprozentige Eigenanteil der Gemeinde Calvörde 1 400 Euro. „Die Kosten werden auf alle Beteiligten umgelegt. Wir haben entsprechende Eigenmittel im Haushalt eingeplant“, betonte der Bürgermeister und erklärte: „Die Mitglieder des Wirtschafts- und Umweltausschusses empfehlen dem Gemeinderat, mit der Vereinbarung das Projekt auf den Weg zu bringen.“ Der Rat fasste einstimmig den Beschluss, die Vereinbarung abzuschließen.