Auf dem Wuster Sportplatz, an Radwegen, im Sydower Park...

150 Eichen werden behandelt

Von Anke Schleusner-Reinfeldt

Gefahr in Verzug! Die Eichenprozessionsspinner erwachen aus dem Winterschlaf. Um den Mensch zumindest an ausgewählten Orten wie den Wuster Sportplatz zu schützen, wird die Verwaltung tätig.

Wust l Nur noch bis Ende April können die Eichenprozessionsspinner chemisch bekämpft werden, danach ist es zu spät. Weil die Zeit drängt, hat sich die Verwaltung der Verbandsgemeinde schon einmal einen Kostenvoranschlag für die Behandlung von einzelnen Bäumen von einem bundesweit tätigen Unternehmen eingeholt. "Anfang nächster Woche lösen wir den Auftrag aus, wenn vom Landkreis bis dahin keine Information kommt, dass er einen günstigeren Anbieter für das großflächige Gebiet hat", erklärt Kathrin Kleinod vom Ordnungsamt. Im Elbe-Havel-Land sind es rund 150 Bäume, die dringend behandelt werden müssen, weil sich hier Menschen aufhalten, für die die Härchen der Raupen gesundheitsgefährlich sind. Das sind rund 50 Eichen auf dem Wuster Sportplatz, wo nicht nur Fußball gespielt wird, sondern auch die Sommerschüler ihre Zelte aufschlagen, außerdem 30 Bäume am Schönhauser Sportzentrum, etliche am Sydower Park und 60 an der Kamernschen Badestelle. "Das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein! Überhaupt ist die so wichtige Bekämpfung der Schädlinge ein trauriges Kapitel und es ist unverständlich, dass sie nicht wie bisher in einer Hand liegt und über das Forstamt geregelt werden kann! Eigentlich müssten viel mehr Bäume behandelt werden", erklärte Verbandsbürgermeister Bernd Witt auf der Ratssitzung der Gemeinde Wust-Fischbeck. Rund 30 Euro kostet der Einsatz des biologischen Präparats "Dipel ES" pro Baum, finanzieren müssen das die Kommunen selbst. Am Wuster Sportplatz befinden sich so große alte Gespinstnester mit den immer noch Hautreizungen verursachenden Härchen, dass diese abgesaugt werden müssen.