Schönfeld l War es ein Zufall – oder böse Absicht eines Unbekannten? – Ausgerechnet an dem Tage, als der Schönfelder Unternehmer Ernst Andersch sein 25-jähriges Firmenjubiläum in der neuen Tischlerwerkstatt feierte – dazu demnächst mehr – brannte es im Heizhaus hinter seinem Wohnhaus. Hier hatte er am 1. August 1990 den Schritt in die ungewisse Selbständigkeit gewagt.

Die Schönfelder wurden am Sonnabend gegen 14.45 Uhr durch eine dicke dunkle Rauchsäule und Brandgeruch an der Ortsdurchfahrt aufgeschreckt. Der Besitzer und weitere Helfer eilten von der Feier sofort zum Brandobjekt, retteten noch einiges Inventar und nahmen mit dem Gartenschlauch die erste Brandbekämpfung vor.

Dennoch blieb für die Feuerwehrleute anschließend noch genügend Arbeit. Sie mussten unter anderem auch die geschlossene Dachkonstruktion öffnen, um an die darin versteckten Glutnester und Schwelbrände zu gelangen, informierte Einsatzleiter Dennis Kindel aus Schönfeld. Er war mit weiteren sieben Aktiven angerückt. Alarmiert worden waren von der Stendaler Leitstelle zudem die Wehren aus Sandau, Kamern und Wulkau, insgesamt waren 35 Aktive mit fünf Fahrzeugen vor Ort. Die Bundesstraße war wegen der Löscharbeiten zeitweise voll gesperrt.

Die Heizung in dem Gebäude war in Betrieb, sie lief im Warmwassermodus. Ernst Andersch berichtete, dass er anhand der Spurenlage davon ausgeht, dass der Brand außen am Gebäude entstanden war. Er schätzt den Sachschaden auf etwa 20 000 Euro, die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf.