Havelberg l „Das war eine echt coole Tour und ich habe mich mit allen Leuten gut verstanden“, sagt Cem aus der Türkei. Tomás aus Portugal fand Gefallen an der Bundesgartenschau. Für Caterina aus Italien war dieses Rotary Camp genau das Richtige, weil sie gern Sport treibt und Rafting macht. „Wir haben bei uns aber nicht so viele Flüsse und ich war noch nie in Deutschland“, erklärt sie, weshalb sie sich genau dieses Sommercamp ausgesucht hat.

Der Rotary Club Havelberg hatte nach 2009 zum zweiten Mal solch ein Camp für Jugendliche aus aller Welt organisiert. Die Buga ist dafür ein guter Anlass gewesen, sagt Jugendbeauftragter Wolfgang Schürmann. Die jungen Leute konnten sich dafür bewerben. Die Kosten für Hin- und Rückreise tragen sie, alles andere Rotary. Für die Kanutour hatte der Club in Rolf Müller vom Jugendzentrum Havelberg und seinem Team wieder einen äußerst verlässlichen Partner. Martin Lewa saß mit im Boot. An Land kümmerten sich Heidrun Maas und Michelle Gortat um Gepäcktransport und die Versorgung. An den Ruhetagen sorgten die Rotarier für die Programme. Auch Kalle Ellmann, einst selbst Austauschschüler, unterstützte.

Freitag geht‘s nach Berlin

Die jungen Leute, unter anderem auch aus Taiwan, Ägypten, Spanien, Belgien, USA, Polen, Tschechien und Rumänien, waren am 31. Juli angereist. Am 1. August startete das Programm, das mit dem Ultraleichtfliegertreffen auf dem Modellsportplatz gleich einiges an Spannung bot, denn einige der Jugendlichen durften in die Lüfte abheben. Auch das Haus der Flüsse wurde erkundet. Am nächsten Tag stand der Buga-Standort Stölln auf dem Plan, wo sie sich im Lilienthal-Centrum über den Flugpionier informierten und im Fliegerpark die „Lady Agnes“ besuchten.

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Dann ging es nach Potsdam mit Altstadtrundgang und neuem Palais in Sanssouci. Beim Kanu-Club Potsdam startete die Kanu-Tour. Zunächst stand ein Tag Training an, dann ging es auf Tour. In Brandenburg und Rathenow wurden Ruhetage eingelegt. Am Dienstagabend waren die Kanuten von den Rotariern auf dem Gahlberg bei Strodehne zum Grillabend eingeladen. Gestern wurden sie dann am Anleger an der Landzunge der Stadtinsel von Bürgermeister Bernd Poloski und Rotariern herzlich willkommen geheißen. Untergebracht sind sie im ELCH. Für den heutigen Donnerstag steht die Buga in Havelberg auf dem Besichtigungsprogramm. Am Freitag geht‘s auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Jörg Hellmuth nach Berlin zum Besuch des Bundestages. Außerdem stehen eine Spreefahrt und Shoppen auf dem Plan. Am Sonnabend wird an die Heimreise am Sonntag gedacht und je nach Wetter vielleicht das Schwimmbad oder der Winterhafen besucht.

„Das Camp hat mir sehr gut gefallen, obwohl es in den ersten Tagen schwierig war, im Zelt zu schlafen“, erzählt Blandine aus der Schweiz, die Französisch, Deutsch und Englisch spricht. „Die meisten von uns saßen zum ersten Mal im Kanu, aber nach drei Tagen ging es richtig gut.“ Für Tomás ist der Wunsch, ein Abenteuer zu erleben, in Erfüllung gegangen. Über die neu geschlossenen Freundschaften freut sich auch Daisy aus Schottland.

Für Wolfgang Schürmann hat sich wieder mal ein kleines Wunder vollzogen: „Die Teilnehmer kannten sich nicht. Aus ihnen ist in kurzer Zeit ein tolles Team entstanden. Die Kontakte werden über viele Jahre halten, zur Verständigung über Grenzen hinweg beitragen und dafür sorgen, die Welt ein kleines bisschen friedvoller und freundlicher zu machen.“