Kamern l Immer dieser Ärger mit den Maulwürfen! Ihre Sandhügel sind Stolperfallen für die Fußballer, außerdem leidet der Rasen darunter. Eine Aufgabe, die Peter Hartmann neben vielen anderen auch noch ehrenamtlich erledigt. Da muss das Spielfeld regelmäßig gemäht und gewalzt werden, die weißen Linien sind abzukreiden und auch die Netze im Tor spannen sich nicht von alleine auf. Die Bänke für Zuschauer und Spieler sind zu reparieren.

Die vielen Eichen neben dem Platz werfen nicht nur ab und an trockene Äste, sondern im Herbst vor allem allerhand Laub ab. Es wurde erst kürzlich wieder zusammen mit weiteren Helfern aus der Badminton-Abteilung beseitigt.

2013 komplett überflutet

Vor allem nach der Flutka­tastrophe im Sommer 2013 gab es nicht nur für Peter Hartmann viel Arbeit auf dem damals komplett überfluteten Platz. Neben vielen Dingen war auch sein Rasentrecker abgesoffen – mit Hilfe von Spenden wurde ein neuer beschafft.

Auch in diesem Jahr gab es wieder allerhand Arbeit für den Platzwart, war doch der Fußballplatz ein Jahr lang nicht mehr bespielt worden. Er ist froh, dass es seit dieser Saison nach einem Jahr Pause wieder eine Fußballmannschaft des SV Empor Kamern gibt: „Da ist hier wieder ein bisschen was los!“

Im Schnitt kommen um die 50 Zuschauer zu den Begegnungen, maximal waren es schon mal knapp 130. Es geht auf dem Platz bei den Spielen immer ganz familiär zu. Die Gymnastikfrauen backen Kuchen, der dann verteilt wird.

Der Jederitzer Holger Krone trainiert das Empor-Team, es spielt in der Kreisliga und ist dort zurzeit Spitzenreiter. Ehemalige Spieler hatten sich beim Kamernschen Verein zurückgemeldet, um wieder gemeinsam zu kicken. Hinzu kamen Spieler aus Wulkau, Schönfeld, Jederitz, Sandau und Havelberg. Zum Stamm gehören derzeit 16 bis 18 Spieler.

Ärgerliche Heimniederlage

Allerdings: Die böse Heimniederlage mit 3:5 Toren gegen die Reserve von Uchtspringe hätte kürzlich nicht sein brauchen, meint Peter Hartmann. Zu Hause hatte er sich mächtig darüber aufgeregt. Peter Hartmann weiß wovon er redet, hatte er doch selbst seit den 1970er Jahren aktiv gespielt. Angefangen hatte er unter dem Trainer Peter Staats, er war Linksaußen im Sturm. Gespielt wurde in einer Union mit Genthin. „Außerdem war er etwa 20 Jahre lang als Schiedsrichter tätig“, ergänzt Wolf-Dieter Busse vom Empor-Vorstand, er hatte den Platzwart auch für die Ehrung vorgeschlagen. Nach einer Knie-Operation musste dieses Ehrenamt leider abgegeben werden.

Kennen auch Sie jemanden, der für sein ehrenamtliches Engagement den Volksstimme-Blumenstrauß verdient hat? Dann melden Sie sich unter Telefon 039387/768 21. Denn im nächsten Jahr geht die Aktion weiter.