Havelberg l  Es ist für sie alle Jahre etwas Besonderes, dass er sich die Zeit für einen kurzen Plausch mit ihnen nimmt. Begleitet wurde er in bewährter Weise von Sigrid Wiedenhöft aus dem Bereich Soziales in der Stadtverwaltung.

Es ist gerade Frühstückszeit am 24. Dezember im Seniorenwohnpark „Am Camps“, als die beiden Gäste ihren Besuch bei den Senioren beginnen. Bernd Poloski und Siggi Wiedenhöft kennen viele der Bewohner und viele kennen sie. Dementsprechend groß ist die Freude über das Wiedersehen. Die Stadt hat kleine Geschenke vorbereitet. Beim Frühstück werden die ersten Tüten verteilt, dann geht es von Zimmer zu Zimmer.

„Viele unserer Bewohner sind auch über Weihnachten hier, letztendlich ist es ja jetzt ihr Zuhause“, sagt Wohnpark-Chefin Andrea Frommke. Die Familien kommen zu Besuch oder nehmen die Senioren zu Kaffee und Bescherung mit nach Hause. Doch wartet auch im Wohnpark eine Weihnachtsfeier auf die 65 Bewohner. Am Nachmittag wird Mitarbeiterin Manuela Schwarz in das rote Kostüm schlüpfen und als Weihnachtsmann zur Kaffeetafel für Freude sorgen. An die Senioren gedacht haben auch verschiedene andere wie die Liedertafel und der Bläserchor unter der Leitung von Domkantor a.D. Gottfried Förster sowie das Vokalensemble mit Domkantor Matthias Bensch, die kurz vor Weihnachten musikalische Grüße überbrachten

Bilder

Rückblickend auf 2015 erzählt Andrea Frommke von der neuen Einfahrt und den Parkplätzen, die an der Einrichtung entstanden sind. „Das war ja doch ein Schandfleck, zum Glück ist er verschwunden.“

Klangspiel und Graffito

Damit sind Bewohner und Mitarbeiter fast wunschlos glücklich in der vor vier Jahren neu eröffneten Anlage. Befragt nach ihren Wünschen, nennt die Wohnparkleiterin eine Vogelvoliere und ein Klangspiel für den Demenzbereich. Und sie zeigt im Haus auf eine große weiße Fläche im Treppenhaus. Dort hätte sie gern ein Graffito vom Havelberger Dom. Die Wände im Treppenhaus möchte sie als Galerie nutzen, wo Künstler ihre Werke präsentieren können. Die besagte Fläche jedoch wäre zu riesig für einzelne Bilder.

„Ein großes Dankeschön für unsere Einfahrt“, sagt auch Herbert Walter, nachdem er die beiden Vertreter der Stadt in seinem Zimmer begrüßt hat. Der 93-Jährige ist Vorsitzender des Heimbeirates und hatte sich bezüglich des Baus der Einfahrt mit einem Brief an den Bürgermeister gewandt. Er ist jeden Tag zwei bis drei Kilometer mit dem Rollator unterwegs und freut sich über den zur Buga entstandenen Park am Camps, der zu Spaziergängen einlädt.

Auch im Evangelischen Seniorenzentrum warten schon viele Bewohner auf den Besuch ihres Bürgermeisters. Philomene Stolz lebt schon viele Jahre dort. Zurzeit hat sie ihr Zimmer im neuen Anbau. Doch freut sie sich schon, bald wieder ihr Zimmer im sanierten Haus beziehen zu können. Dann finden auch ihre Vitrine und ihr Sessel wieder Platz im Zimmer. Über 60 Bewohner sind es derzeit in der Einrichtung. Wenn alles fertig ist, gibt es dort 99 stationäre Plätze, berichtet Leiterin Dorette Herper. Im Januar beginnt der Umzug. Mit Rücksicht auf alle Beteiligten wurde damit vor Weihnachten nicht mehr begonnen. Für den 19. Februar ist die Einweihung des Standortes vorgesehen.