Schönfeld l Die Gemeinde Kamern als Betreiberin des Freizeitbereiches Schönfeld – dieser umfasst sowohl den Campingplatz als auch die Bungalowsiedlung – hat ein engagiertes Ziel vor Augen: Spätestens im Monat Juni soll der Platz endlich wieder öffnen. Denn dann sind seit der verheerenden Flut, welche teils meterhoch über das Areal geströmt war, fast drei Jahre vergangen.

Lange hatte es gedauert, bis alle Schäden akribisch erfasst und beantragt worden waren, dann mussten diese Anträge im Landesverwaltungsamt sorgfältig geprüft und bewilligt werden, erst danach konnten die Ausschreibungen starten. Bei der Abarbeitung der Flutschäden ist nun wiederum Koordination gefragt, weshalb alles immer nur nach und nach erfolgen kann.

In der Woche ab 11. April beginnt endlich auch der Wegebau, was für die Anwohner allerdings wieder mit Einschränkungen verbunden ist. Denn um zügig arbeiten zu können, macht sich eine Vollsperrung des kompletten Innenbereiches unumgänglich. Die Wege werden alle ausgekoffert, fast 200 Schacht- und Verteilerdeckel müssen danach von den Arbeitern in Pflastersteinen eingefasst werden – ein Durchkommen mit einem Fahrzeug wäre dann ohne Schäden nicht mehr möglich.

Sieben Wochen Bauzeit

Die Bauherren hoffen, dass die Platznutzer für die Sperrungen Verständnis aufbringen – die genauen Sperrzeiten werden per Aushang bekanntgegeben. Befahren werden können dann lediglich die äußeren Wege. Etwa sieben Wochen werden dafür veranschlagt, denn nach dem Aufbringen der wassergebundenen Decke muss diese noch drei Wochen lang bewässert und gewalzt werden. – Ansonsten erlischt die Gewährleistungsfrist.

Allerdings: All die Zeitplanungen sind Makulatur, wenn die Witterung nicht mitspielt, Regen können die Wegebauer nicht gebrauchen. Die Zufahrtsstraße, an der sich auch die Parkplätze befinden sowie die Zufahrt zum Mehrzweckgebäude werden asphaltiert, alle anderen Wege erhalten lediglich eine wassergebundene Decke. Die Firma aus Genthin profiliert zudem die Badestelle, den Spielplatz und die Nebenanlagen. Wegen des Wegebaus wurden die Straßenlampen noch nicht eingesetzt, die Hülsen dafür stehen aber schon.

Brücke wird komplett erneuert

Komplett ersetzt wird in Kürze auch die flutgeschädigte Brücke über den Trübengraben. Die Osterburger Firma Ostbau, welche den Zuschlag erhielt, hat jetzt den Bau der Brücke in Auftrag gegeben. In der Woche vor deren Anlieferung werden die alte Brücke abgerissen und die neuen Widerlager gebaut – so kann das Bauwerk ohne Zeitverzug ausgewechselt werden.

Die Bauhülle des Mehrzweckgebäudes ist inzwischen komplett fertig, kürzlich wurden eine Schiebetür sowie die Decke des Hausanschlussraumes eingesetzt. Das Mobiliar sowie die Ausstattung sind in Arbeit. Das Sanitärgebäude ist bis auf Kleinigkeiten fertig, aber noch nicht abgenommen.

Ebenfalls fast fertig ist der Bau der Trinkwasserleitung, die Abwasserleitung wurde bereits fertiggestellt. Die Elektroarbeiten auf dem Areal sind bis auf den sogenannten Mückenberg auf dem Wochenendplatz ebenfalls abgeschlossen. Es geht also gut voran.