Havelberg l Die Evangelische Kirchengemeinde Havelberg begrüßte am Sonntag Trinitatis – dem Dreieinigkeitsfest zu Ehren von Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist – 36 Jubiläumskonfirmanden zum festlichen Gottesdienst im Dom St. Marien. Sie hatten vor 25, 50, 60 und 65 Jahren ihre Konfirmation in der damaligen Domgemeinde, in der Stadtkirche oder in ihrem früheren Heimatort gefeiert. An diesem Sonntag wurde den Jubilaren nun erneut Gottes Segen von Dompfarrer Frank Städler und Vikar Benjamin Liedtke zugesprochen.

Zur Vorbereitung des Konfirmationsjubiläums hatte besonders Gabriele Schock beigetragen. Sie organisiert seit mehreren Jahren die Anmeldungen für diesen festlichen Tag.

Zu den Jubilaren, die auf 65 Jahre zurückblicken, gehören die Havelberger Horst Böse, Ingrid Freter, Elfriede Görges, Elfriede Langner, Waltraud Ludowiki, Christa Piotrowsky und Barbara Winkler. Eine etwas längere Anreise hatten Teilnehmer aus Sarstedt, Rostock, Delmenhorst, Berlin oder Lehrte.

Die ehemaligen Konfirmanden und deren Gäste nutzten schon die Zeit vor dem Gottesdienst, sich an vergangene Zeiten zu erinnern. Fortgesetzt wurde das Plaudern über Altes und Neues in Havelberg am Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und sommerlichem Wetter in der ehemaligen Domkurie D8. So erzählte Wilfried Hohenhaus von seinem Konfirmanden- und Religionsunterricht bei Pfarrer Gericke in der Stadtkirche.

Besonders ist ihm noch in Erinnerung geblieben, dass in den 1950er Jahren nach einem Krippenspiel alle Kinder spätabends beim Pfarrer noch Kuchen und Blockschokolade essen konnten. Lebensmittelkarten regulierten sonst in dieser Zeit, was auf den Tisch kam. Der Religionsunterricht fand damals im Sonnenhaus am Kirchplatz mit zwei Diakonissen statt. Diese holten die Kinder dazu nach dem normalen Unterricht aus der Stadtschule, dem heutigen Erlebnispädagogischen Centrum ELCH, ab.

Einige Jubilare hatten am Sonntag auch alte Fotos mitgebracht und so mancher verabredete sich bereits jetzt für das nächste Jubiläumstreffen.