Energiezuschuss für flutgeschädigte Hausbesitzer / Suche nach Heizgeräten

231000 Euro Spenden werden verteilt

Von Anke Schleusner-Reinfeldt

Die Spendentöpfe der Gemeinden im Elbe-Havel-Land wachsen täglich an. Die Verbandsgemeinde will jetzt die erste Summe auszahlen.

Elbe-Havel-Land l 213131 Euro sind bislang auf dem Konto der Verbandsgemeinde eingegangen, das kurz nach dem Deichbruch eingerichtet worden war. Dieses Geld wird jetzt ausgezahlt. Und zwar an Hausbesitzer, die direkt von der Flut betroffen sind und die Gebäude mit Entfeuchtern trocknen müssen. Denn das ist ein enormer Kostenaufwand. "Mit der Spende kann zumindest ein Teil der Energiekosten beglichen werden", so Verbandsbürgermeister Bernd Witt. Um alle Geschädigten zu erreichen, erfolgt noch einmal eine etwas aufwändigere Ermittlung. Denn es können nicht nur die Anträge auf die 2000-Euro-Soforthilfe für Hausbesitzer zugrunde gelegt werden, weil nicht alle Betroffenen solch einen Antrag gestellt haben, war beim Landkreis zu erfahren.

Die Auszahlung soll in einer ersten Runde erfolgen, zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal. Denn es gehen nach wie vor Spenden ein.

Annett Louisan verspricht Konzert in Schönhausen

Erst am Freitag gab es bei der Benefiz-Gala in Arneburg wieder 9000 Euro. An der Veranstaltung hatte auch Bernd Witt teilgenommen. Er nutzte die Gelegenheit, mit Sängerin Annett Louisan zu sprechen. Er bat die gebürtige Schönhauserin, 2015 zum Altmärkischen Heimatfest ein Konzert in der Elbgemeinde zu geben - sie hat zugesagt.

Während jede finanzielle Spende willkommen ist, muss die Verbandsgemeinde inzwischen Kleiderspenden ablehnen. "Wir müssen erst einmal das ausgeben, was wir schon haben. Und das ist mehr als genug", erklärt Bernd Witt. Nach Rücksprache mit den Bürgermeistern kann er sich gut vorstellen, die Lager auch für nicht betroffene Bedürftige zu öffnen.

Willkommen sind nach wie vor Baustoffspenden und auch Haushaltsgeräte. Nicht nur neuwertige Kühlschränke und Waschmaschinen finden guten Absatz, sondern auch Kaffeemaschinen, Brotschneidemaschinen, Toaster sowie Bohrmaschinen und Rasenmäher.

Derzeit ist die Verbandsgemeinde dabei, mit Wohlfahrtsverbänden über die Beschaffung von Heizgeräten zu verhandeln. "Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür. In vielen gefluteten Häusern gibt es noch keine Heizung, da werden Ölradiatoren oder Gasheizgeräte gebraucht", erklärt der Bürgermeister, der schon Gespräche mit Lieferanten geführt hat.