Sandauer Rat verabschiedete Etat

50000 Euro für die Trauerhalle

Von Ingo Freihorst

Die Trauerhalle auf dem Friedhof in Sandau ist in die Jahre gekommen, der Stadtrat plant im Etat für dieses Jahr Geld für deren Sanierung ein.

Sandau l Obwohl die Kommune kaum noch freiwillige Leistungen finanziert, klafft auch in diesem Jahr wieder ein Loch in Höhe von 97300 Euro in der Stadtkasse. Laut Entwurf der Kämmerei umfasst der Verwaltungshaushalt 1184100 Euro in den Einnahmen, ausgegeben werden sollen aber über 1,5 Millionen Euro. Inbegriffen sind darin auch die in den Vorjahren aufgelaufenen Fehlbeträge, so dass Sandau insgesamt mit 316500 Euro in der Kreide steht.

Erschwerend für die Konsolidierung kommt hinzu, dass die an Kreis und Verbandsgemeinde zu zahlenden Umlagen in diesem Jahr wieder gestiegen sind: 250200 Euro fließen nach Stendal, 278700 Euro nach Schönhausen. Damit verbleibt das Gros der Einahmen aus Steuern und Zuweisungen vom Land in Höhe von 772600 Euro nicht im Ort. Auch von der Investitionsumlage des Landes in Höhe von 41500 Euro gehen 11400 Euro nach Schönhausen.

Große Brötchen können die Sandauer von dem Rest nicht backen. Die größte Baustelle könnte laut Planung die städtische Trauerhalle werden. Vor allem das Dach muss saniert werden, aber auch der Stuck sei schon in Mitleidenschaft gezogen und drohe abzufallen, begründete Bürgermeister Henry Wagner den Antrag. Er hofft auf eine 50-prozentige Förderung vom Land, so dass insgesamt 100000 Euro bereitstehen. Damit könnte das Gebäude komplett saniert und trockengelegt werden. Ansonsten wird nur das Dach neu eingedeckt.

Für nötigste Arbeiten am Rathaus sind 11000 Euro eingeplant, die Fähre soll für 600 Euro eine Mastleuchte erhalten. Ein Abo im Etat haben die abgesenkten Schachtdeckel auf der Bundesstraße, dieses Jahr sind dafür wieder 4000 Euro eingeplant.

"Wir können leider nur die nötigsten Dinge bezahlen", bedauerte Henry Wagner. Er bekomme Bauchschmerzen, wenn er an das Fahrzeug vom Bauhof denke, dieser geht dieses Jahr leer aus. Mit einer Gegenstimme wurde der Etat vom Rat verabschiedet.

Nur 1,03 Prozent des Gesamt-etats machen die freiwilligen Leistungen aus, so fließen 5000 Euro fürs Volksfest in die Heimatpflege. Zuschüsse erhalten zudem die Senioren sowie die Vereine. Bürgerhaus oder Jugendtreff leistet sich Sandau nicht, dennoch ist laut Konsolidierungskonzept ein Ausgleich des Etats frühestens 2017 in Sicht. - Falls keine weiteren Belastungen kommen oder Einnahmen wegbrechen.