Havelberg l Der geplanten Elbtour von Tangermünde nach Havelberg machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Dafür trafen sich Ruderer am Vormittag, um gemeinsam die Havel runter bis zur Wehrgruppe in Quitzöbel zu fahren. Am Nachmittag dann ging es zur letzten offiziellen Fahrt der Saison in Einern, Vierern und dem „Verlobungseiner“ nochmals ein Stück die Havel abwärts und um die Spül­insel herum. Mit dabei vier der Schnupperkursteilnehmer, die seit September das Rudern erlernt hatten. Mit den „Profis“ saßen sie in einem Boot und zeigten, dass sie schon was gelernt haben.

Beim anschließenden Treff am Bootshaus blickte der Vorsitzende der Ruderriege Havelberg Mathias Schulz auf die Saison 2018 zurück. Spaß, Gemeinschaft, Zufriedenheit und Erfolg zählte er als Gründe auf, weshalb Leute in einem Verein mitmischen. Dabei ist letzterer schwer messbar und er nannte Beispiele für Erfolge, die in der Ruderriege in diesem Jahr erreicht worden sind. Einfach zu messen ist Erfolg bei Teilnahmen an Regatten. Hier gab es einige hervorragende Ergebnisse.

Mehrfach Gold für Elias

So fuhr Elias Leue vor kurzem bei der Kaderüberprüfung den schnellsten Einer Sachsen-Anhalts in seiner Altersklasse 13/14, holte die Saison über mehrere Gold- und weitere Medaillen und wurde im Sommer im sachsen-anhaltischen Vierer Deutscher Meister.

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Als Erfolg wertet der Vereinsvorsitzende auch die Realisierung des Anbaus an das Bootshaus, was viel Kraft von den Mitgliedern forderte. „Die Krönung dabei war der gemeinsame Arbeitseinsatz mit dem MDR. So viele haben mit angefasst und sogar Urlaub genommen, um dabei zu sein.“ Dazu zählt zudem die ordentliche Abrechnung der Fördermittel für die Baumaßnahme. Und auch, dass Sponsoren gerade jüngst den Kauf eines Ofens für den Anbau unterstützten. Das Dankeschön dafür geht an Torsten Wolf und Ines Bergmair. Erfolgreich war auch das Wanderrudertreffen Sachsen-Anhalt mit 83 Ruderfreunden auch aus anderen Bundesländern in Havelberg. „Auch das haben wir gerockt.“

Und noch ein Erfolg blieb nicht unerwähnt: Erwachsenen zeigen zu können, dass Rudern lernbar ist und Spaß macht. Wie die Volksstimme am Sonnabend berichtete, hatte ein Schnupperkurs mit sieben Interessierten stattgefunden. Vier von ihnen stiegen beim Abrudern mit in die Boote. Als Erinnerung erhielten sie von Mathias Schulz und Ruderwartin Beate Gädeke, die den Kurs geleitet hatten, eine Urkunde mit Schnappschüssen. „Es gibt viele Erfolge, auch ohne eine Goldmedaille dafür zu bekommen“, zog der Vorsitzende sein Fazit. Eisbeinessen und Tanz erstmals im Bootshaus stehen demnächst im Plan der Ruderriege und natürlich die Trainingsabende unter anderem unter dem Motto „Fit ohne Geräte“ immer mittwochs sowie das Ergometer- und Krafttraining.