Naturschutz

Am Sandauer Ortsrand wachsen nun Kiefern heran

Bauhof und Grundschüler pflanzen 3000 zweijährige Bäume auf Wiese am alten Wulkauer Weg

Von Ingo Freihorst
Viele Helfer brachten auf einer Wiese am alten Wulkauer Weg in Sandau die 3000 jungen Kiefern in die Erde.  Mit einem Hohlspaten wurde ein Loch geschachtet, dort hinein kam die Kiefer.
Viele Helfer brachten auf einer Wiese am alten Wulkauer Weg in Sandau die 3000 jungen Kiefern in die Erde. Mit einem Hohlspaten wurde ein Loch geschachtet, dort hinein kam die Kiefer. Foto: Ingo Freihorst

Sandau

„Die meisten der hier vor einigen Jahren angepflanzten jungen Eichen und Sträucher sind wegen der enormen Trockenheit der letzten Jahre eingegangen“, informierte Bauamtsmitarbeiterin Madeleine Rudolph, welche als Bauleitplanerin den Einsatz am alten Wulkauer Weg organisiert hatte.

Besonders froh war sie, dass neben den Mitarbeitern des städtischen Bauhofes sowie freiwilligen Helfern wie dem amtierenden Bürgermeister Wolfgang Hellwig und dem Landtagsmitglied Chris Schulenburg (beide CDU) auch 13 Viertklässler der Sandauer Grundschule zur Pflanzaktion erschienen waren. Denn immerhin 3000 zweijährige Kiefern mussten in den Erdboden gebracht werden.

Ehemaliger Förster vermaß die Fläche

Vorbereitet hatten die Anpflanzung der ehemalige Revierförster Heinz Carben aus Kamern, welcher auf der 0,25 Hektar großen Wiese alles vermessen hatte, sowie Landwirt Lothar Mahnitz aus Schönfeld, der mit dem Forstpflug die Schneisen gepflügt hatte.

Bei der Auswahl der Bäume hatte der Havelberger Revierförster Stefan Swiderski beraten – unter anderem ist es wichtig, dass die Kiefern standortgerecht, also auch der regionalen Witterung angepasst sind.

Lange Trockenheit ließ Eichen nicht anwachsen

Die Anpflanzung erfolgte im Zuge des Baus der Photovoltaikanlage im Gewerbegebiet als Ersatzaufforstung für den Naturschutz, denn für die Anlage mussten etliche Bäume gefällt werden. Weil der ersten Planzaktion kein Erfolg beschieden war, musste jetzt nachgepflanzt werden. Eigentlich ist es zu dieser Jahreszeit schon recht spät dafür, doch als Frist stand Ende Mai.

Kiefern sind anspruchsloser als Eichen, sie kommen mit wenig Wasser zurecht und müssen auch nicht gewässert werden. Eigentlich hätte das Areal auch für Eichen gereicht, doch mit solch langen Trockenperioden wie der der zurückliegenden Jahre hatte damals beim Anpflanzen niemand gerechnet.