Wassertiefe nicht ausreichend

An der Klietzer Badestelle bleibt das Springen vom Steg verboten

Sommer, Sonne, Strand und See! Es könnte so schön sein an der Klietzer Badestelle. Ist es auch, aber mit Einschränkungen, die das Badevergnügen etwas trüben.

Von Anke Schleusner-Reinfeldt
Dietmar Schiess von der DLRG (rechts) gab den Klietzer Ratsmitgliedern Tipps, wie die Badestelle sicherer gemacht werden könnte. Der Steg ist bei der Flutsanierung neu gesetzt worden.
Dietmar Schiess von der DLRG (rechts) gab den Klietzer Ratsmitgliedern Tipps, wie die Badestelle sicherer gemacht werden könnte. Der Steg ist bei der Flutsanierung neu gesetzt worden. Fotos: Anke Schleusner-Reinfeldt

Klietz - Das Wasser ist recht klar, da kann man gut die wieder aufwachsenden Pflanzen sehen. „Manche kitzeln an den Beinen, manche piksen aber auch“, erzählen Lea, Fiona und Angi. Die drei Mädels lassen sich davon zwar nicht den Spaß verderben. Aber dass sie eigentlich nicht vom schönen neuen Steg und von der Sonneninsel springen dürfen, finden sie „blöd“. Daran wird sich auch nichts ändern. Seit letztem Sommer versperrt eine Kette den Zutritt auf den Steg, der im Zuge der Flutsanierung der Badestelle neu angelegt worden ist. Es ging um die Klärung des Versicherungsschutzes und der Haftungsfrage für die Gemeinde. Der Gemeinderat hatte etliche Hebel in Bewegung gesetzt, um eine Lösung zu finden – vergeblich. „Vom Land können wir erst einmal keine Hilfe erwarten. Es soll eine Handlungsempfehlung geben, aber wann? Wir müssen jetzt handeln – die Saison hat begonnen“, erklärte Jens Meiering (Für unsere Gemeinde). Er hatte dieser Tage Dietmar Schiess von der DLRG Tangermünde zu einem Vor-Ort-Termin eingeladen, um mögliche Gefahrenquellen zu analysieren. Parallel dazu erkundigte sich Torsten Peters (Wählergemeinschaft) beim kommunalen Versicherer, was für den Betrieb der Badestelle zu berücksichtigen ist. „Wir müssen aufzeigen, dass wir alle Gefahrenstellen beseitigt haben.“ Deshalb holten die Klietzer also die DLRG ins Boot.

Vieles wird schon eingehalten, ein griffbereiter Rettungsring beispielsweise. Mit umgehend aufzustellenden Schildern wird auf das „Springen verboten“ vom Steg und der Insel hingewiesen, weil die Wassertiefe nicht ausreichend ist. Außerdem wird ein Schild „Unbewachte Badestelle“ aufgestellt und es gibt einen Hinweis mit Notrufnummer und Verhaltensregeln.

Lea, Fiona und Angi wünschen sich auch, dass der Flachwasserbereich gleich am Ufer von Pflanzen „und dem ekligen Zeug, das da schwimmt“, befreit wird. „Das können wir kurzfristig machen“, sagte Marcus Wetter, der beim Vor-Ort-Termin dabei war. Mit Technik kann bei einem Arbeitseinsatz der Flachwasserbereich abgezogen werden. Und der Bauhof wird auch tätig und entfernt die Pflanzen, die Strand wachsen.