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Astrotourismus Schollene liegt nun im Sternenpark

Als erste Kommune Sachsen-Anhalts gehört Schollene jetzt mit zu einem Sternenpark. Die Urkunde wurde auf der Ratssitzung übergeben.

Von Ingo Freihorst 05.04.2017, 01:01

Schollene l Der brandenburgische Naturpark Westhavelland grenzt an die Seegemeinde Schollene, im September 2014 wurde hier der erste Sternenpark Deutschlands ins Leben gerufen. Die Schollener Gemeinderäte standen dem Projekt, was ihnen im Sommer des Vorjahres vorgestellt worden war, offen gegenüber.

Seit dem 25. März ist Schollene offizielles Mitglied im Sternenpark, wie auf einer Urkunde zu lesen ist. Diese wurde dem Ratsmitglied Stefan Koch in der Naturparkverwaltung in Havelaue vom Fördervereinsvorstand Jens Aasmann – zugleich Amtsleiter in Rhinow – überreicht. Auf der Schollener Ratssitzung übergab Stefan Koch jetzt das Dokument an den amtierenden Bürgermeister Sebastian Heinike.

Eine Auflage der Mitgliedsgemeinden ist die Eindämmung der „Lichtverschmutzung“. Damit wird die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche Lichtquellen bezeichnet. Das kann man vermeiden, indem man Straßenlampen installiert, welche nur nach unten strahlen – was eigentlich üblich sein sollte.

Auch kam die Anfrage, ob nahe Schollene ein Beobachtungsplatz eingerichtet werden könne. Der Raue Berg sowie der Turm nahe Neuschollene kamen als Vorschläge. Im Sternenpark gibt es bereits fünf solcher Stellen, drei Teleskope sind schon installiert – darunter ein Bruno-Bürgel-Teleskop von 1918, eine Schenkung der Potsdamer Sternwarte.

In der Gegend um das havelländische Gülpe ist es nachts so finster wie sonst nirgendwo in Deutschland, was durch Messungen bestätigt wurde: 21,78 Größenklassen pro Quadratbogensekunden, ein Wert für die Flächenhelligkeit des Himmels. Diesen hatte man an der Straße zwischen Görne und Witzke mit einem „Sky Quality Meter“ ermittelt.

Seit kurzem hat der Sternenpark einen neuen Internetauftritt: „www.sternenpark-westhavelland.de“