Havelberg l Fast 20 Mitglieder des Rotary Clubs Havelberg waren dem Aufruf ihres amtierenden Präsidenten Klaus Heidrich, der auch Vorsitzender des Vereins „Naturschutz im Elb-Havel-Winkel“ ist, gefolgt, um etwas für die Reaktivierung des Auenwaldes zu tun.

Gut entwickelte Weiden

Dazu trafen sich die Rotarier am kleinen Waldweg, der zum Elbdeich führt, und fuhren dann in Richtung ihres Einsatzortes. Dieser befand sich dann hinter dem Elbdeich. „Im vergangenen Jahr haben die Besucher unseres Jugendcamps hier schon die Weiden, die damals bei einer gemeinsamen Aktion von Stadt, Landkreis und Biosphärenreservat Mittelelbe gepflanzt wurden, freigeschnitten. Jetzt haben sie sich hier im Auenwald wunderbar entwickelt“, freut sich Klaus Heidrich.

40 Stieleichen gepflanzt

Am Einsatzort begrüßte er die ganze Gruppe und erläuterte den Ablauf des Arbeitseinsatzes. „Die Pflanzlöcher für unsere 40 Stieleichen, die uns unser Mitglied René Strawinski zur Verfügung gestellt hat, sind schon vorbereitet. Wir füllen jetzt Pflanzerde ein, setzen den Baum und den Pflanzpfahl und dann wird alles angegossen.“ Die Pflanzpfähle sollen zur Stabilisierung und Sichtbarkeit der Neuanpflanzung dienen. Kurt Kubat hatte ruckzuck die Wurzeln der kleinen Eichen angeschnitten und schon ging es los. Auf Empfehlung von René Strawinski und Armin Wernicke, vom Biosphärenreservat, hatten die Bäumchen eine Höhe von etwa 1,20 Meter, da bei dieser Höhe die Wahrscheinlichkeit des Anwachsens am größten ist.

Bilder

Gedanken aufgegriffen

Nebenbei erzählte Klaus Heidrich folgendes: „Ian H. S. Riseley, Präsident 2017/18 von Rotary International, wollte es so haben. Der Präsident forderte jeden Rotary Club auf, zwischen dem 1. Juli 2017, dem Beginn seines Amtsjahres, und dem Tag der Erde am 22. April 2018 für jedes Clubmitglied einen Baum zu pflanzen. Riseleys Gedanke dabei ist, dass Kohlendioxid und andere Treibhausgase, die sich in der Atmosphäre sammeln, wesentlich für die globale Erwärmung verantwortlich sind. Bäume absorbieren diese Gase und verlangsamen so die Erderwärmung. Wir wollten natürlich dieser Aufforderung auch nachkommen“. Einen Baum zu pflanzen, das ist schließlich auch etwas Besonderes und etwas Bleibendes. Die Arbeit ging den Mitgliedern schnell von der Hand und der Erfolg wurde somit bald sichtbar

Nachhaltige Pflege

Klaus Heidrich hatte sich Wathosen mitgebracht und schöpfte aus dem angrenzenden Wasserloch Wasser zum Angießen der Stieleichen. Eine nachhaltige Pflege der Bäume ist auch angedacht, und alle Mitglieder waren, im herrlichen Schein der untergehenden Sonne, stolz auf ihre geleistete Arbeit zum Erhalt des Auenwaldes.