Havelberg l „Wichtig ist, das Knotenbild zu verstehen“, gab Ausbilder David Koch den zehn Aktiven mit auf den Weg. Denn das Beherrschen etlicher Knoten ist bei dieser Ausbildung – also „Arbeiten im absturzgefährdeten Bereich“ – das A und O. Deshalb wurde am Vormittag erst einmal ausgiebig geübt, auch erfuhren die Aktiven aus Havelberg, Jederitz und Vehlgast-Kümmernitz, welche Knoten wofür verwandt werden. So ist der doppelte Achtknoten zur Verbindung von Brustgurt und Sicherungsseil vonnöten, der Halbmastwurf hingegen zum Abseilen – er zieht sich bei Belastung fest.

Der praktische Teil folgte nach dem Mittagessen am Geländer der Dombrücke. Hier übten die Teilnehmer zuerst das korrekte Anlegen des Sicherungsgurtes, ehe sich dann jeder am äußeren Geländer der Brücke vorarbeitete. Dabei sicherte man sich mit Karabinern, welche zuvor um die Schulter gehangen wurden. Auf der anderen Seite kontrollierte David Koch, ob beim Start alle Knoten richtig sitzen.

Zwei Höhenrettungssysteme auf HLF

Die Feuerwehr Havelberg besitzt zwei Höhenrettungssysteme, welch auf dem Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 2 liegen. Kürzlich wurde damit schon mal kurz an der Brücke geübt – wobei der Wunsch an David Koch herangetragen wurde, das doch einmal etwas intensiver zu proben. Jetzt folgte die entsprechende Ganztagsausbildung.

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„Solche Standortausbildung wollen wir möglichst einmal je Quartal anbieten, mindestens aber halbjährlich“ informierte Martin Schröder, der stellvertretende Stadtwehrleiter. Gedacht ist sie vor allem für jene Aktiven, welche in der Woche der Arbeit wegen nicht zum Dienstabend kommen können.

Auch Aktive anderer Ortswehren können daran teilnehmen. Zusammen mit diesen ist für Anfang des Monats Mai auch eine gemeinsame Sprechfunkausbildung mit allen Ortswehren geplant – was zum Beispiel bei Waldbränden wichtig ist.