Kilometerleistungen

Die Ergebnisse vom Benefizlauf des Panzerpionierbataillons 803, der vom 24. bis 31. Oktober stattgefunden hat:

4721,94 Kilometer wurden insgesamt gelaufen. Die Spendensumme beträgt 8038,03 Euro, die an vier soziale Einrichtungen verteilt worden sind.

Den ersten Platz in der Bataillonswertung hat der Stabszug mit 1281,2 Kilometern erreicht. Platz zwei geht an die 3./901 für 1127,41 Kilometer und Platz drei an die 2./803 für 972,3 Kilometer.

Einzelwertung Damen:

1. Katharina Struck 49,45 km

2. Stefanie Eiweleit 36,5 km

3. Thea Bach 31,29 km

Einzelwertung Herren:

1. Martin Granitzki 129,87 km

2. Oliver Lippert 126,33 km

3. Nicky Müller 110 km

Havelberg l Eiseskälte, auffrischender Wind und Nebel verlangten kurz vorm Jahresende den Soldaten des Panzerpionierbataillons Durchhaltevermögen ab, als Kommandeur Oberstleutnant Ralph Peter sie am Donnerstagnachmittag auf dem Antreteplatz in der Elb-Havel-Kaserne begrüßte. Bevor er den Rückblick auf das dienstliche Geschehen startete, bestimmte das deutschland- und weltweite Geschehen rund um Covid 19 seine Rede.

Mit der zwölfjährigen Tilly, die ihren Großvater verloren hat, der Tick-Tack-Oma Marion, der 91-jährigen Romi, die 56 jüdische Familien vor dem Zugriff der Gestapo gerettet hatte, dem 60-jährigen Frank, Arzt in der Notaufnahme, der in den Armen seines Ehemannes starb, und anderen mehr gab er Corona-Toten eine Identität. „Weltweit sind mehr als eine Million Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben, davon Stand heute über 20.000 in Deutschland. Seit einem halben Jahr zählen wir die Infektionen und die Toten. Aber die Menschen und Schicksale hinter den Zahlen sind öffentlich oft blass geblieben, die Zahlen sind abstrakt“, gab der Kommandeur zu bedenken.

Corona brachte viele Veränderungen

Corona hat das Wirken und Arbeiten im Panzerpionierbataillon 803 Havelberg in den zurückliegenden Monaten bestimmt und wird es weiter tun. Soldaten sind auch über Weihnachten und Neujahr im Corona-Einsatz. Sie unterstützen in Gesundheitsämtern Sachsen-Anhalts und in Berlin bei der Nachverfolgung von Infektionen. Viele Dinge mussten ausfallen, intern und auch öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen wie Havelbiwak und Adventskonzert. Ausbildungen und Unterricht fanden unter Corona-Bedingungen statt, Homeoffice gibt es seit der Pandemie auch für Soldaten. Die erstmals wieder am Standort Havelberg angebotene Grundausbildung startete mit einem Fernlehrgang.

Das Bataillon habe es bisher geschafft, durch Besonnenheit und Disziplin und einem Quäntchen Glück gut durch die Pandemie zu kommen. Es gebe bisher keinen Infektionsfall. Damit das so bleibt, rief der Kommandeur die Soldaten auf, „besonnen in den bevorstehenden Jahreswechsel zu gehen, auszuspannen und dann im kommenden Jahr mit mir an einem Strang zu ziehen und in Sachen Covid 19 unser Glück nicht überzustrapazieren“. Die Pioniere hätten das ganze Jahr über beispielhaft gewirkt, dankte der Kommandeur.

Mit Blick auf 2021 rechnet er – abgesehen von Corona – mit einem „Normaljahr“, in dem sich das Bataillon an seinem Kernauftrag orientieren und einsatzbereite Streitkräfte bereitstellen will. „Ich würde mich freuen, wenn wir im Laufe des Jahres ein Stück Normalität zurückgewinnen könnten und das dann bei einem Havelbiwak begießen würden.“

Ausgewertet wurde auch der Benefizlauf (siehe Kasten). Hier dankte der Kommandeur für die Spenden- und Laufbereitschaft der Soldaten. 2021 soll es eine Neuauflage geben. Wohl auch mit weiteren Disziplinen, die über die des laufbegeisterten Kommandeurs von „Mehr Laufen“ und „Noch schneller Laufen“ hinausgehen dürften. Ein Wanderpokal wurde schon mal gestiftet. Den hat sich der Stabszug gesichert, der ein einer Woche 1281 Kilometer schaffte.

Eine weltberühmte Weihnachtsbotschaft

Mit der Weihnachtsbotschaft von der kleinen Virginia O‘Hanlon, die 1897 auf ihre Frage, ob es den Weihnachtsmann gibt, die Antwort des Redakteurs der New York Sun in Form eines Leitartikels in der Zeitung erhielt, sorgte der Kommandeur bei eisiger Kälte für Wärme in den Herzen. Der Redakteur nahm die Frage der Achtjährigen sehr ernst. Diese Weihnachtsgeschichte rührte Tausende Leser und sie baten darum, den Text noch einmal abzudrucken. Das geschieht seither weltweit alle Jahre wieder.