Autos rollen elf Kilometer auf neuem Asphalt

Von Anke Schleusner-Reinfeldt

Klietz l Auf der 11,6 Kilometer langen Straße zwischen Klietz und der B 188 am Wuster Damm rollen die Fahrzeuge seit der Freigabe Mittwochmittag nun auch offiziell über den neuen Asphalt. Eine Stendaler Firma hatte hier in den zurückliegenden Wochen die Fahrbahn erneuert. "Und zwar in sehr guter Qualität und sehr schnell", würdigte Landrat Carsten Wulfänger die Arbeit. Das Projekt war eine Gemeinschaftsaktion von Landkreis, Verbandsgemeinde und Gemeinde Klietz, die Träger der Straße sind. Insgesamt hat die Erneuerung 1,5 Millionen Euro gekostet, mit 900 000 Euro ist der Anteil des Kreises am größten, über die Verbandsgemeinde wurden gut 500 000 Euro aufgebracht und über die Gemeinde Klietz 26 000 Euro. "Dank Bund und Land gab es eine hundertprozentige Finanzierung über die Flutschadensbeseitigung. Wir haben also mit fremdem Geld gebaut und sind mit Augenmaß dabei vorgegangen."

Das Flutwasser hatte im Juni 2013 bis zur Fahrbahnkante und Bankette gereicht, durch den Wassereintrag und den Wasserüberschuss im Baugrund sowie der zeitgleichen hohen Verkehrsbelastung ist eine Schädigung der gesamten Straße eingetreten.

Die neue Straße ist zwischen 6 und 8,50 Meter breit.

Wuster Ortsdurchfahrt fehlt noch

Der Landkreis kommt dem Ende seiner 25 Maßnahmen zur Flutschadensbeseitigung langsam entgegen, ostelbisch ist lediglich noch die Wuster Ortsdurchfahrt zu erneuern. "Insgesamt haben wir 474 Kilometer Kreisstraße, 100 davon sind unsaniert. Da bin ich über jeden Kilometer, den wir schaffen, sehr froh. Wir bauen hier eine Infrastruktur auf, von der wir sehr lange zehren", wünscht Carsten Wulfänger den Kraftfahrern eine unfallfreie Fahrt auf der neuen Straße.

Einschränkungen bei weiteren Arbeiten

Auch Verbandsbürgermeister Bernd Witt zeigte sich zufrieden über die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis. "Wir als Verbandsgemeinde sind mit unseren 400 Flutprojekten im Wert von 86 Millionen Euro allerdings noch lange nicht am Ende", schwor er die Klietzer auf die nächsten Einschränkungen ein, die bei der Sanierung der Dammstraße, der Trübenstraße, der Mühlenstraße und der Seesiedlung anstehen werden.

Bürgermeister Hermann Paschke richtete seinen Dank an die Partner, "alle Zusagen wurden eingehalten". Beeindruckt zeigte er sich von der modernen Technik, mit der der Bitumen so zügig aufgebracht worden war. Immerhin 3 400 Tonnen Mischgut wurden eingebaut. Das entspricht etwa 560 Lkw-Ladungen.

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