Havelberg l Die strengen Corona-Auflagen ließen keinen früheren Badespaß zu. Und auch gegenwärtig ist in der schönen Anlage bei weitem nicht alles erlaubt. „Maximal 1000 Personen dürfen reingelassen werden, von denen sich wiederum nur 250 im Wasser aufhalten dürfen“, informiert Mayk Klapputh, Fachangestellter im Erlebnisbad. Entsprechend aufmerksam müsse bereits an der Kasse und darüber hinaus auch beim Badebetrieb in den Becken gezählt werden. Letzteres machte sich am Freitag und Sonnabend allerdings nicht erforderlich, weil die Besucherzahl an beiden Tagen jeweils unter 200 blieb.

Planschbecken darf nicht genutzt werden

Aufgrund der Corona-Epidemie müssen die Gäste allerdings auch einige Abstriche in Kauf nehmen. So ist das Planschbecken gesperrt, um Menschenansammlungen auf diesem engen Raum zu vermeiden, sind der Strömungskanal, die Bodensprudler, der Pilz und die Massagedüsen außer Betrieb genommen worden. Und auch auf dem Beachvolleyballplatz darf nicht gespielt werden, da es sich dabei um eine Kontaktsportart handelt. „Im Kassenbereich, an der Rutsche und am Sprungturm haben wir außerdem Abstandsmarkierungen angebracht. Erfreulicherweise halten sich bisher alle daran, auch die Kinder und Jugendlichen, so dass wir Aufsichtspersonen bisher nicht belehrend eingreifen mussten“, berichtet Mayk Klapputh.

Etwas mehr Besuch erwartet

Am Sonnabendnachmittag, bei 28 Grad im Schatten, hatte er etwas größeren Besuch erwartet, „aber möglicherweise muss es sich erst herumsprechen, dass die Tore des Bades für die Öffentlichkeit wieder offen stehen“. Aber trotzdem bezeichnete er den aktuellen Badespaß an den beiden ersten Tagen bereits als „ein Stück Normalität“.

Bilder

„Hauptsache ist, dass ich baden kann“

„Schade, dass die Bodensprudler ausgeschaltet sind“, fand Justin Gerstmann aus Havelberg. „Aber die Hauptsache für mich ist, dass ich baden kann.“ Der Zwölfjährige bezeichnet sich selbst als „Wasserratte“. „Ich bin froh, dass das Freibad nun endlich wieder geöffnet hat. Wenn das Wetter nicht allzu schlecht ist und ich die Zeit dazu habe, bin ich jeden Tag mit einem oder mit mehreren Freunden hier. Am liebsten nutze ich die Rutsche und den Sprungturm. Mit Freunden tobe ich aber auch gerne in den anderen Becken herum“, ist zu erfahren.

Schwimmmädels sind wieder da

Zur gleichen Zeit hat es sich eine Gruppe von Seniorinnen an den Sitzmöglichkeiten zwischen den Becken bequem gemacht. „Wir sind die Schwimmmädels“, stellt Bärbel Schnierer die Damen vor, von denen nur eine das Rentenalter noch nicht ganz erreicht hat. „Wir sind immer acht bis zehn Frauen. Jeden Tag, auch bei Regenwetter, treffen wir uns im Freibad, um gemeinsam schwimmen zu gehen. Mindestens für eine Stunde. Das hält uns fit und gesund.“ Außerdem festige das den Zusammenhalt und die Freundschaft, findet Bärbel Schnierer. Seit mittlerweile über sechs Jahren, „nach dem Hochwasser 2013“, seien sie „ein eingeschworenes Team“. „Jahr für Jahr kaufen wir uns eine Dauerkarte für die Badesaison. Wir sind ja auch echte Dauerbesucher“, schmunzelt sie. Die Gemütlichkeit kommt dabei verständlicherweise auch nicht zu kurz, werden dafür Kleinigkeiten zum Essen und zum Trinken mitgebracht.

Treffs auch im Winter

Übrigens pflegen die Damen auch in der kalten Jahreszeit ihre guten Beziehungen. „Alle vier Wochen gehen wir gemeinsam Kaffee trinken“, erzählt Bärbel Schnierer.

Kiosk hat auch geöffnet

Apropos Essen und Trinken. Zu den Öffnungszeiten des Erlebnisbades hat auf dem Gelände auch wieder ein Versorgungsstand der Havelberger Catering mit einem umfangreichen Angebot für Klein und Groß geöffnet.