Havelberg l „In Corona-Zeiten hatten alle noch viel mehr Gelegenheit zum Stricken, aber wir konnten unsere Handarbeiten bisher nicht zum Verkauf anbieten. Wir sind sonst immer beim Kartoffelfest in Garz im Oktober mit dabei und bei den Weihnachtsmärkten in Havelberg und Garz. Das alles fällt aus. Deshalb haben wir nach einer anderen Lösung gesucht“, berichtet die Vorsitzende der Ortsgruppe VII der Volkssolidarität Havelberg Vera Skiba. Am Donnerstag und Freitag, 3. und 4. Dezember, bauen die Frauen einen Weihnachtsbasar im Edeka-Markt auf. Jeweils von 8.30 bis 17 Uhr sind sie dort anzutreffen. „Wir haben nach Alternativen gesucht, wo wir auch ausreichend Platz haben. Die Koordinatorin der Volkssolidarität Beate Schulz hatte die Idee, bei Edeka zu fragen und wir freuen uns sehr, dass die Marktleiterin Frau Hartmann uns das genehmigt hat. Wir können den Platz des ehemaligen Blumenladens nutzen.“

Die Vielfalt der Strick- und Häkelwaren ist groß. Pullover, Socken, Babygarnituren, Schals und Mützen, Kuscheltiere, Strickjacken und Patchwork-Decken sind in den vergangenen Monaten entstanden. Viel zu Hause bei den Mitgliedern der Handarbeitsgruppe. Einmal monatlich treffen sie sich zudem in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität. Wegen der Corona-Bestimmungen in kleineren Gruppen mit maximal acht Frauen. „Beim letzten Treffen haben wir dann sogar schon auf das neue Jahr angestoßen, das ist schon sehr ungewohnt“, sagt die Vorsitzende der größten Havelberger Ortsgruppe.

Weil im Corona-Jahr auch keine Weihnachtsfeiern möglich sind, hat sie für 96 Mitglieder Tüten mit kleinen Weihnachtsüberraschungen gepackt. Die werden nach und nach verteilt. Einen Weihnachtsgruß bekommen übrigens alle Mitglieder in den Ortsgruppen der Volkssolidarität im Bereich Havelberg, berichtet Koordinatorin Beate Schulz. In der Begegnungsstätte gibt es auf Abstand kleinere Treffen. Weihnachtsfeiern sind aber nicht machbar.

Patenschaft mit Kindern seit zehn Jahren

Wie es im nächsten Jahr mit den Treffen weitergehen kann, weiß momentan noch niemand zu sagen. Vera Skiba hofft, dass bald wieder Veranstaltungen stattfinden können. „Planen können wir erstmal nichts. Im Sommer konnten wir zum Glück noch unsere Dampferfahrt machen. Wir waren rund 60 Leute und die Reederei Kaiser hatte das große Schiff für uns eingesetzt. Auch ein Geburtstagskaffee, das wir einmal pro Quartal feiern, war mit 15 Leuten möglich. Nun geht auch das wieder nicht.“

Traurig ist die Ortsgruppenvorsitzende auch, dass die Treffen mit den Kindern aus der Patengruppe der Kita „Zwergenland“ pausieren müssen. Die Lese-Omis können keine Märchen vorlesen. Ans gemeinsame Plätzchenbacken ist nicht zu denken. Und dabei gäbe es in diesem Jahr ein Jubiläum zu feiern. Die Patenschaft mit der Ortsgruppe VII besteht seit zehn Jahren.

Die Gruppe beteiligt sich auch an der diesjährigen Weihnachtsaktion für Kinder und erfüllt einem Mädchen oder Jungen einen Weihnachtswunsch. Zudem hat sie dem Verein „Pro Krankenhaus Havelberg“ 100 Euro für die Anwaltskosten für die Klage gegen den Landrat gespendet, berichtet Vera Skiba weiter.

Nächste Woche werden alle Handarbeitssachen in Koffer gepackt und dann hoffen die Frauen auf viele interessierte Besucher, die beim Basar Gefallen an den Sachen finden.