Sandau l Am 2. Mai soll es endlich losgehen. Die Wege zum Kirchturmeingang in Sandau werden barrierefrei ausgebaut. Das sollte bereits im Herbst geschehen, doch fehlte es da noch an der denkmalrechtlichen Genehmigung. Nun liegt sie vor und die Arbeiten können beginnen, ist Wolfgang Hellwig vom Förderverein für den Sandauer Kirchturm froh. Am Freitag besprach er mit Planer und Baufirma die Details.

10. Bauabschnitt

„Wir sind fast am Ende des 10. Bauabschnittes angelangt“, berichtete er. Der Einbau der Schallluken und des metallenen Treppengeländers sowie der Ausbau der Sozialebene sind weitestgehend erledigt. Ein paar Elektroarbeiten stehen noch an und ein Stück Geländer im Turm oben muss noch eingebaut werden. Die neue Tür für das Westportal wurde am Freitag geliefert. Sie wird in den nächsten Tagen eingebaut.

Das Augenmerk liegt jetzt auf dem Außenbereich mit dem barrierefreien Zugang zum Kirchturm. Das Podest am Westportal wird gepflastert, wobei vorhandene alte Sandsteinstufen mit verwendet werden sollen.

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Vision vom Dachreiter

Der Förderverein hatte vor, die Zuwegungen zum Eingang zu pflastern – in Anlehnung an das schon am Kriegerdenkmal vor der Kirche vorhandene Kleinpflaster. Doch der Denkmalschutz fordert eine wassergebundene Decke. Auch sollen die Wege von der Süd- und Nordseite aus parallel zum Kirchturm angelegt werden, erklärt Wolfgang Hellwig. Eine weitere Forderung der Denkmalbehörde ist, den Steinblock vom alten Kirchturm, der außerhalb liegt, am besten einzuhausen, um ihn zu erhalten.

Die Arbeiten im Außenbereich sollen am Mittwoch beginnen. Der Förderverein hat für die Abrechnung des 10. Bauabschnittes beim Landesverwaltungsamt eine nochmalige Verlängerung bis 30. September beantragt. Normalerweise hätte dies bereits bis Ende März erfolgen müssen. Doch der Termin konnte nicht gehalten werden. Wolfgang Hellwig geht aber davon aus, dass die Arbeiten bis Ende Mai fertig sind und die Maßnahme dann abgerechnet werden kann.

64.000 Euro fließen dafür aus dem Leader-Fördertopf, 16.000 Euro betragen die Eigenmittel des Vereins. Für letztere wurde wieder um Spenden gebeten. Wer den Verein unterstützen wollte, konnte dieses Mal für die Schallluken mindestens 200 Euro und das Treppengeländer 100 Euro geben. Die Spender werden mit Namensschildern verewigt.

Beginn im August 2002

Der 11. Bauabschnitt wäre der vorletzte bei dem ehrgeizigen Projekt Wiederaufbau des Sandauer Kirchturmes, das der Förderverein seit vielen Jahren in die Tat umsetzt. Im August 2002 hatte die Grundsteinlegung stattgefunden. Jahr für Jahr wuchs der in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges zerstörte Turm in die Höhe. Seit einigen Jahren schon finden dort Veranstaltungen statt, wird er rege genutzt. Wenn die Finanzierung steht, könnte 2019 das Brandschutzkonzept umgesetzt, unter anderem müssen noch Brandschutztüren und Notstromversorgung vollendet werden. Außerdem ist noch die Treppe zu fliesen und einige Malerarbeiten sind zu erledigen. „Dann bleibt noch die Vision des Dachreiters in einem 12. Bauabschnitt, mit dem die Kirche dann wieder vollständig aufgebaut wäre“, so Wolfgang Hellwig.