Kinder-Eltern-Zentrum der Kita "Regenbogen" hatte am Mittwoch Klein und Groß zu Wettbewerben eingeladen

Bei der Sommerolympiade geht kein Sportler ohne Medaille nach Hause

Von Wolfgang Masur

Seit dem Jahr 2007 fördert das Land Sachsen-Anhalt die Weiterentwicklung von Kindertagesstätten zu Kinder-Eltern-Zentren (KEZ). Zu diesem Projekt gehört auch der Havelberger "Regenbogen".

Havelberg. In der Havelberger integrativen Kindertagesstätte "Regenbogen" läuft das Projekt Kinder-Eltern-Zentrum in diesem Jahr noch gefördert weiter. Ziel ist es, Kinder frühzeitig in ihrer Entwicklung zu fördern und dabei auch die Familien als soziales Umfeld einzubeziehen und zu stärken. Zahlreiche Aktivitäten des KEZ haben in der zurückliegenden Zeit immer wieder viele Eltern und Kinder in den "Regenbogen" gelockt. "Wir haben im Projektverlauf natürlich auch die Eltern gefragt, was wir gemeinsam mit ihnen und den Kindern unternehmen können. Auf diese Vorschläge sind wir eingegangen und hatten bei den Unternehmungen viel Spaß", so die Leiterin des "Regenbogen", Heidi Lähns. Der Heilerziehungspfleger Denis Timm hatte zum Beispiel eine Radtour in das nahegelegene Mühlenholz organisiert. Dort wurde das alte Forsthaus besichtigt und Kinder sowie Eltern - es waren fast 50 Teilnehmer dabei - bekamen einen fachlichen Einblick in die Natur. Ein Vorleseabend wurde zu einem kleinen Gespensterfest, denn die Organisatoren Simone Dülfer und Heidi Lähns bastelten mit den Kindern und Eltern Gespensterkostüme. Es wurden sich Gruselgeschichten ausgedacht und der Nachmittag endete mit einer großen Schatzsuche. Den größten Sprung im KEZ-Projekt haben aber die Kleinsten gemacht, denn aus einer Krabbelgruppe sind inzwischen, wegen des großen Bedarfs, zwei geworden. "Die Gruppen arbeiten selbstständig, können natürlich die Räumlichkeiten, samt Küche, des KEZ nutzen und sind immer gut besucht", freut sich Heidi Lähns. Diese Selbstständigkeit würden sich die Erzieherinnen auch von anderen Eltern, die sie in der Anfangsphase unterstützen würden, wünschen.

Die Krabbelgruppen sind eine Bereicherung für den "Regenbogen", da die Eingewöhnung für die Kinder und Eltern verbessert wird. Die Kinder gehen mit weniger Ängsten in die Einrichtung, da sie diese ja schon kennengelernt haben.

Am Mittwoch hatte die Erzieherin Janet Czapura zu einer weiteren Aktion des KEZ aufgerufen. Die Sommerolympiade stand auf dem Plan. "Sport, Spiel und Spaß stehen hierbei im Vordergrund. Die Gemeinsamkeit soll gefördert werden und wir verlangen von niemandem sportliche Höchstleistungen", meinte Janet Czapura. Der wolkenverhangene Himmel sorgte aber dafür, dass nur wenige Eltern mit ihren Kindern in die "Olympiaarena" gekommen waren. Alle, die an der Olympiade teilnahmen, hatten jedoch einen schönen Nachmittag und viel Spaß mit ihren Kindern. Zu den zahlreichen Stationen gehörten Ballwurf, Trampolin, Weitsprung, Zielwerfen, Angeln und vieles mehr. "Im Zeichen der Weltmeisterschaft des Frauenfußballs haben wir natürlich auch ein Torschießen mit dabei", erzählte Janet Czapura. Mit einer Laufkarte ausgerüstet, passierten die kleinen und großen Sportler die olympischen Disziplinen und bekamen beim Stationswart, der in allen Fällen Janet Czapura war, einen Stempel. Bei der großen Siegerehrung - Sieger waren sie ja alle - gab es für die Teilnehmer Medaillen.