Sandau l Die Sandauer Feuerwehr hatte zu einem Benefiz­essen für die Familien Peters und Rauberg eingeladen, deren Wohnhaus am 1. März ein Opfer der Flammen geworden war. Feuerwehrmitglied Michael Kronefeld hatte Gulasch zubereitet. Insgesamt für rund 600 Portionen. Das Fleisch spendeten je zur Hälfte Edeka C+C Magdeburg (MIOS) und Wi-Lafim aus Havelberg.

Im Internet gelesen

„Wirklich lecker“, befanden Carolin Barth und Patrick Wuttke, die es nicht allein beim Gulasch beließen, sondern sich als „Nachtisch“ auch noch Kuchen vom Stand der Kinder- und Jugendfeuerwehr Sandau schmecken ließen. „Wir wohnen schon seit längerem in Hamburg und besuchen gerade unsere Familie in Sandau“, berichteten sie. „Vom Benefizessen haben wir aus dem Internet erfahren und uns gleich entschieden, da hinzugehen.“ Erstens brauchte man am Sonntag dann nicht selbst zu kochen, und zweitens erfüllte man damit auch noch einen guten Zweck, nämlich den Familien Rauberg und Peters mit einer Spende zu helfen.

800 Leute wollen helfen

Matthias Rauberg und seine Frau Manuela selbst zeigten sich von dem Andrang am Sandauer Feuerwehrgerätehaus überwältigt. Von 12 Uhr an standen die Leute in einer langen Schlange nach dem Essen an. Und die Schlange riss lange Zeit nicht ab, erst gegen 13 Uhr hatte sie sich aufgelöst. „Der Gulasch ist restlos ausverkauft, hat aber gerade so gereicht“, freute sich Martin Oelsner, einer der fleißigen Organisatoren von der Sandauer Feuerwehr. Aber nicht nur das war bemerkenswert. „Wir schätzen, dass rund 800 Leute die Benefizveranstaltung besucht haben. Das ist echt überragend.“ Noch besser: Über 2400 Euro sind am Gulaschstand zusammen gekommen. Sie sollen jeweils zur Hälfte den Familien Peters und Rauberg zur Verfügung gestellt werden.

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Spende der Kreisfeuerwehr

Hinzu kamen am Sonntag  noch weitere Spenden. Unter anderem übergab Havelbergs Stadtwehrleiter Ulrich Ziegler einen Umschlag mit einer finan­ziellen Zuwendung vom Kreisfeuerwehrverband und von der Kreisjugendfeuerwehr an Manuela Rauberg. Für das Modell eines neuen Wohnhauses, das sie sich für die Familien wünschen, hatten die Wulkauer Feuerwehrkameraden zusammengelegt.

900 Euro für Lukas

900 Euro sind der Erlös des Kuchenbasars der Kinder- und Jugendwehr. Dieses Geld, in das auch die Einnahmen vom Basteltisch inbegriffen sind, wollen die Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehr ihrem Kameraden Lukas in Form von Gutscheinen spenden. Er ist der Sohn von Familie Rauberg und gehört der Kinderfeuerwehr an.

Manuela Rauberg bedankte sich in bewegenden Worten bei allen Gästen und anderen für die großartige Hilfe.

Die Band „Kopf und Kragen“ spielte honorarfrei zur Unterhaltung der Gäste auf.

Auch das MDR-Fernsehen war vor Ort.