Sandau l An die 500.000 Euro Fördermittel der Europäischen Union sind im Rahmen des Leader-Programms seit dem Jahr 2002 in den Wiederaufbau des Sandauer Kirchturmes geflossen. Sven Schulze aus Quedlinburg, CDU-Abgeordneter des Europäischen Parlaments für Sachsen-Anhalt, konnte sich nun selbst ein Bild davon machen, wie diese Mittel in all den Jahren eingesetzt worden sind, „nämlich erfreulicherweise wirklich sehr sinnvoll“, wie er nach einer Besichtigung aller Ebenen des Sandauer Kirchturmes befand. „Über diese Leader-Projekte mit ihren Fördergeldern sehen die Menschen: Bei uns kommt Europa an! Selbst bei uns in den kleinen Kommunen“, würdigte er das Engagement des Kirchturm-Fördervereins ebenso wie den Fleiß der Bauleute in den bisherigen Bauabschnitten.

Er verfolge das Projekt Sandauer Kirchturm mit großem Interesse, seit er 2014 ins Europäische Parlamemt gewählt wurde, und freue sich nun besonders, das erste Mal selbst in Sandau sein zu können, so Sven Schulze, der bei seinem Besuch in der Kirche der Elbestadt vom Mitglied des Bundestages Eckhard Gnodtke und vom Mitglied des Landtages Chris Schulenburg begleitet wurde. Wolfgang Hellwig vom Kirchturm-Förderverein, Pfarrer Hartwig Janus und Björn Gäde vom Leader-Management hatten die Politiker am Gotteshaus willkommen geheißen.

Kleinste Stadt Sachsen-Anhalts

Erstaunt zeigte sich Sven Schulze über einige Dinge, die er von Sandau bisher nicht kannte und die ihm Wolfgang Hellwig während der Führung durch Kirche und Kirchturm interessant vermittelte. So zum Beispiel, dass Sandau mit annähernd 860 Einwohnern mittlerweile zur kleinsten Stadt in Sachsen-Anhalt geworden ist, die andererseits aber über das höchste Storchennest im ganzen Lande verfügt. Es befindet sich in 33 Metern Höhe auf dem Dach des Kirchturmes.

Dach wird noch recht teuer

Apropos Dach. Da gibt es noch einiges zu tun. 660.000 Euro werden gebraucht. „Diese Summe ist schier unglaublich“, befand der Europa-Abgeordnete angesichts der Kosten.