Havelberg l Der Spielplatz auf der Landzunge der Havelberger Stadtinsel platzte am späten Nachmittag buchstäblich aus allen Nähten. Gemeinsam mit ihren Eltern nahmen die Kinder die zahlreichen Spielgeräte in Beschlag und als Clown Tommy kam, hatte er buchstäblich alle Hände voll zu tun, um die vielen Kinderwünsche in Luftballonfiguren umzusetzen. An einem Schminkstand konnten sich die kleinen Kapitäne mit verschiedenen lustigen Motiven bunt bemalen lassen. Für die musikalische Umrahmung bis zum historischen Seilshowprogramm der Geschwister Weisheit aus Gotha sorgten in eindrucksvoller Art und Weise die Rogätzer Drumliner.

Dass es in diesem Jahr wieder einen Teilnehmerrekord der buntgeschmückten Wasserfahrzeuge geben sollte, davon konnte man sich bereits bei der Fahrt zum Startpunkt havelaufwärts in Richtung Jederitz überzeugen. Mit Hupen und lautstarken Rufen begrüßten sich gegenseitig die Freizeitkapitäne und die Gäste auf dem Spielplatz.

Bevor es den Startschuss per Böllerkanone für den Bootskorso und den Fackelumzug gab, zeigten die Hochseilartisten ein kleines Programm. Jüngster Seilartist war der fünfjährige Lenny von der Artistenfamilie. Die Attraktion des Programms waren die lebende Pyramide und André, der einen Ofen mit aufs Seil nahm und dort ein Spiegelei in der Pfanne zubereitete.

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Pünktlich um 20.30 Uhr wurde der erste Kanonenschlag gezündet und in abendlicher Dämmerung fuhren die Boote unter dem Beifall der vielen Zuschauer in Richtung Winterhafen. Dort wurden sie von Moderator Lutz Mücke per Lautsprecher begrüßt. Auch hier gab es für die schönsten und originellsten Boote viel Beifall und ein lautstarkes „A“ und „O“.

Ihren nächsten und noch spektakuläreren Auftritt hatten dann noch einmal die Hochseilartisten. Mit Motorrädern fuhren sie auf Seilen über die Köpfe der vielen Schaulustigen von der Uferstraße bis zur Campinginsel und ließen bei den meisten Besuchern die Herzen schneller schlagen. Ein Feuerwerk mit vielen Farben beschloss einen Bootskorso, den es schon lange in dieser Form nicht mehr gab. Unter den Besuchern gab es deshalb viele, die sagten: „Da hat sich die Stadt wirklich etwas Tolles für Jung und Alt einfallen lassen, prima!“