Klietz l Mit Brandwunden an den Händen und Verdacht auf Rauchvergiftung kam der Bewohner des Hauses ins Krankenhaus. Er hatte schon selbst versucht, die Flammen zu löschen. Kurz nach halb fünf war die Feuerwehr mit drei Fahrzeugen vor Ort – der Weg vom Gerätehaus bis in die Sandauer Straße über die zu diesem Zeitpunkt schon eisglatten Straßen war zum Glück nur kurz. Die Kameraden übernahmen die Löscharbeiten und forderten den Rettungsdienst an, der sich um den Bewohner kümmerte.

Kamera dringend nötig

Alexander Bartsch und Raffael Schade betraten unter Atemschutz das Gebäude. Während der Raum, in dem ein Ölofen stand, komplett ausgebrannt ist, qualmte es entlang des Schornsteines bis hoch ins Obergeschoss. Den Kameraden stand die Wärmebildkamera der um technische Unterstützung gebetenen Bundeswehr-Feuerwehr zur Verfügung. „Zum Glück! So konnten wir schnell sehen, dass sich ein Glutnest in einem tragenden Balken direkt am Schornstein befindet“, erklärte Peter Jugler und macht noch einmal deutlich, wie dringend die schon ein paar Jahre geforderte Anschaffung einer solchen Kamera für die Wehren im Elbe-Havel-Land ist. Das bekräftigt auch Wehrleiter Frank Ulrich. Er hofft, dass der Kauf zeitnah erfolgt und nicht erst Ende des Jahres. Im gerade verabschiedeten Haushalt der Verbandsgemeinde ist die Investition für 2018 vorgesehen.

Dank der genauen Lokalisierung des Brandnestes wussten die beiden Einsatzkräfte genau, wo sie die Decke mit Äxten öffnen mussten. Sie löschten mit 500 Liter Wasser und bannten so die Gefahr, dass ein richtiges Feuer entsteht. Die jetzt unbewohnbare Wohnung befindet sich in einem größeren Gebäudekomplex gegenüber des „Seeblicks“.

Bilder

Kurz nach 6 Uhr war der Einsatz unter Federführung von Thomas Vietzke beendet. Die Polizei ermittelt die Brandursache.

Zweiter Einsatz in diesem Jahr

Für die Klietzer Wehr war es der zweite Einsatz in diesem Jahr. Zwei Tage zuvor, am Sonnabendnachmittag, eilte sie nach Lübars. Hier hatten eine Wiese und ein Holzstapel hinter einem Schuppen Feuer gefangen. Die 22 Klietzer Kameraden und die Neuermark-Lübarser konnten ein Übergreifen auf den Schuppen verhindern.