Sandau l Ende August 2010 hatte der damalige Stadtwehrleiter Bernd Kandner alle Förderer der Sandauer Feuerwehr ins Gerätehaus eingeladen, um einen Förderverein zu gründen. „16 Gründungsmitglieder kamen damals am 17. September zusammen“, blickt der Vereinsvorsitzende nach zehn erfolgreichen Jahren zurück – seit Anbeginn ist er in diesem Amt tätig. Im ersten Vorstand dabei waren zudem der leider bereits verstorbene Henry Kronefeld sowie Gerd Bienemann.

Gegründet wurden die Fördervereine hauptsächlich, um die öffentlichen Aktivitäten der Wehr auf eine rechtlich sichere Basis zu stellen. Und davon gab es in Sandau eine ganze Menge: Weihnachtsbaumverbrennen, Osterfeuer mit Ostereiersuche, Tag der offenen Tür mit Baum aufstellen und Maifeuer sowie das Oktoberfeuer, auch beim Weihnachtsmarkt war der Verein immer mit dabei und bot Getränke an.

Viele Projekte abgearbeitet

Das Baumverbrennen wurde irgendwann an den Karnevalverein SCC abgegeben, hinzu kamen diverse Projekte. So wurde 2013 der Bau eines verschlossenen Carports beschlossen, in welchem die Utensilien des Fördervereins, alte Technik und die Dinge für die Wettkampfgruppe unterkommen sollten. Dieser wurde in Eigenregie 2014 errichtet und kostete um die 10 000 Euro.

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Ein weiteres größeres Projekt war die Anschaffung eines Kleinbusses, welcher zugleich als Einsatzfahrzeug dienen sollte und darum der Verbandsgemeinde überschrieben werden musste. Der Beschluss wurde 2017 von 22 Mitgliedern gefasst, im August 2018 wurde der Ford-Kleinbus für 7000 Euro gekauft und am 19. März 2019 der entsprechende Vertrag mit der Schönhauser Verwaltung ratifiziert.

Auch Sportler unterstützt

Unterstützt wurde zudem der Feuerwehrsport – dafür wurden unter anderem spezielle Wettkampfschläuche gekauft. Jedes Jahr wurde der Nachwuchs unterstützt, der Verein kaufte neue Uniformen oder bezahlte die Ausflüge der Kinder- und Jugendgruppe. Bei den Sportfesten besorgte er die Preise, auch Feiern werden unterstützt – das aber auch bei den Erwachsenen. Gut für die Planung wäre es, so Bernd Kandner, wenn der Bedarf vom Nachwuchs immer rechtzeitig angemeldet würde.

Finanzen stellt der Verein auch für runde Ehejubiläen oder runde Geburtstage ab 60 Jahren bereit, ebenso für Tagesausflüge der Wehr. Im Vorjahr war man in Berlin. Jährlich werden ein Kegelturnier sowie Spieleabende für Aktive und Alterskameraden finanziert. Immer im Frühjahr findet am und im Gerätehaus ein Arbeitseinsatz statt.

Zu Jahresbeginn wurden zwei große Flachbildschirme für die Fahrzeughalle gekauft, sie zeigen Einsatzdaten und das aktuelle Wetter an. Jüngstes Projekt war der Umbau eines Anhängers, wobei der Verein Geld fürs Material beisteuerte. Auch hier erledigten die Aktiven vieles in Eigenregie. Anlass war, dass der alte W 50-Tanker abgelastet wurde, er wird nach dem Kauf des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuges ausgemustert. Der Hänger wurde lackiert und komplett neu bestückt: Ein Stecksystem-Alurahmen wurde montiert, etliche Kisten passen hier rein. Alles was bei der technischen Hilfe benötigt wird, findet sich nun auf dem sogar im Innern beleuchteten Hänger: Rettungsgerät, Kettensägen samt Schnittschutzbekleidung, Bindemittel, Glasmaster, Planen, Erste-Hilfe-Koffer und ein selbst gebautes Rettungsbrett. Der Stromerzeuger wurde vom W 50 auf das Tragkraftspritzenfahrzeug umgesetzt.

Aktuell sind etwa 50 Mitglieder im Verein, darunter auch viele „Zivilisten“. In diesem Jahr fiel bis auf das Oktoberfeuer alles andere aus – und nun wird wohl auch noch die Weihnachtsfeier abgesagt.