Sandau l Eigentlich hätten auch Angler aus anderen Ortsgruppen des Havelberger Sportfischervereins beim Casting auf dem Sandauer Fußballplatz mitmachen können, doch blieben die Gastgeber dieses Jahr mal wieder unter sich. In den Vorjahren hatten auch Garzer mitgemacht – und sogar gewonnen. Ganz früher in der DDR gab es noch weitaus mehr Teilnehmer, das waren noch richtige Meisterschaften.

So war das Starterfeld mit sechs Teilnehmern recht übersichtlich, zudem mussten weitere Petrijünger ja noch die Rolle als Wertungsrichter übernehmen. Drei Stationen waren zu absolvieren, wobei es beim Zielwurf an den fünf unterschiedlich entfernten Skish-Scheiben am längsten dauerte. Denn hier gab es zwei Durchgänge, landete das Gewicht auf der Scheibe, konnte man das deutlich hören.

Aus allen Richtungen ins Ziel werfen

Die große grüne Plane, welche aus verschiedenen Richtungen und Entfernungen sowie mit verschiedenen Wurftechniken (seitwärts rechts und links, pendelnd, über Kopf) getroffen werden sollte, heißt Arenbergscheibe. Ganz in der Mitte liegt Metall, auch hier ist ein Treffer zu hören. Dritte Station war der Weitwurf, wobei das Gewicht in der markierten Bahn landen musste.

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Mario Groß hatte mit 142,65 die meisten Punkte gesammelt, gefolgt von Heiko Kelm (133,35) und Ulrich Siemann (116,4). Großes Pech hatte Senior Manfred Klink, der früher oftmals auf dem Siegertreppchen gestanden hatte. Sein Gewicht landete bei einer tollen Weite von 52 Metern ganz dicht neben der Linie – allerdings außerhalb. Der Wurf, der gewertet werden konnte, hatte 20 Meter weniger.

Eigentlich findet der Sandauer Wettkampf immer im Frühjahr statt – doch da war Lockdown.