Havelberg l Die Polizei, dein Freund und Helfer. Die Regionalbereichsbeamten für die Einheitsgemeinde Havelberg, Polizeihauptmeister Guido Schulz und Kriminalhauptmeister Axel Ritter, setzen diesen Leitspruch zusammen mit anderen Beamten jeden Tag aufs Neue in die Tat um.

Am Donnerstag war die Havelberger Außenstelle der Deutschen Angestellten-Akademie (DAA) in der Neustädter Straße „Einsatzort“. Zur Verstärkung hatten sich die beiden Havelberger Polizisten dazu mit Polizeihauptkommissarin Tanja Köhnke und Polizeihauptmeister Mario Grünwald zwei Kollegen aus der Osterburger Dienststelle herangeholt.

15 Zweiräder standen bereit

Denn es war kein alltäglicher Einsatz bei der DAA. Aber ein lange geplanter. Letztlich ging es um elf Fahrräder, zwei E-Bikes und drei Kinderfahrräder. Oder besser: um eine Art besseren Schutzes für sie. Denn die Beamten versahen sie alle mit einer Codierung – eins nach dem anderen.

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Eigentlich hatten sie gedacht, diese Aktion in anderthalb Stunden durchziehen zu können, „doch letztlich hat uns der große Zuspruch daran schon etwas überrascht. Im positiven Sinne natürlich“, meinte Polizeihauptmeister Guido Schulz. Und so dauerte das Ganze drei Stunden.

Alles bestens vorbereitet

Yvonne Lorenz, die Verantwortliche der Havelberger DAA-Stelle, hatte mit ihren Mitarbeitern und mit Teilnehmern der Bildungsmaßnahmen keine Mühe gescheut, um alles bestens vorzubereiten. „Kollegen haben ihre Fahrräder zum Gravieren ebenso mitgebracht wie mehrere Teilnehmer.

Einige von ihnen konnten dann sogar noch ihre Kinder davon überzeugen, dass dies hier heute eine sehr wichtige Maßnahme zum Schutz ihrer Fahrräder vor einem eventuellen Diebstahl ist“, freute sie sich. Aber auch darüber, dass Hausmeister Jörg Teuser und einige Teilnehmer bereitwillig dabei mithalfen, den Ablauf bei der Fahrradcodierung zügig zu gestalten.

100 Prozent Sicherheit gibt es nicht

Polizeihauptkommissarin Tanja Köhnke nahm die Daten von Fahrrädern und deren Besitzern auf und stellte anhand dieser Informationen die Codierungsschlüssel zusammen. Für die technische Abwicklung am Zweirad war dann Polizeihauptmeister Mario Grünwald zuständig. „Jeder, der sein Fahrrad codieren lässt, tut das Richtige“, sagt er.

„Denn wenn es mal verschwunden ist und irgendwo wiedergefunden wird, kann es sofort seinem Besitzer zugeordnet werden.“ Eine hundertprozentige Sicherheit, sein Eigentum im Falle eines möglichen Diebstahls wiederzubekommen, gebe es aber nicht, fügt er an und versieht eine gerade fertig gestellte Codierung mit einem Aufkleber. Auf dem steht: „Finger weg! Mein Rad ist codiert.“

Vortrag bei der Volkssolidarität

Am 23. Mai sind die Havelberger Regionalbereichsbeamten übrigens um 14 Uhr in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität in der Semmelweisstraße zu Gast. Dort werden sie über Haustürgeschäfte und Trickbetrug sprechen.