Hingucker

Das Havelberger Stadtwappen steht in Blüte

Ein Wappen aus zahlreichen bunten Blumen ist derzeit auf einer Grünfläche vor dem städtischen Havelberger Bauhof in der Genthiner Straße am Erblühen.

Von Dieter Haase

Havelberg - Stadtgärtner Henrik Berliner hat sich beim Anlegen des Blumenbeetes alle erdenkliche Mühe gegeben. „Die Abbildung des Stadtwappens diente mir als Vorlage. Anhand dieses Bildes habe ich dann versucht, das blumige Stadtwappen möglichst maßstabsgetreu anzulegen und zu bepflanzen. Das stellte eine echte Herausforderung für mich dar“, erzählt der Fachmann. „Als besonders schwierig erwies sich die Umsetzung des Adlers im Wappen.“ Am Dienstag dieser Woche hat er die Arbeiten abgeschlossen. Um die 3000 Blumenpflanzen bilden das Gesamtwerk.

In zwei, drei Wochen in voller Schönheit

Vor allem handelt es sich dabei um rote und weiße Eisbegonien, um Studentenblumen und um blaue Lobelien, welche auch Männertreu genannt werden. Bei richtiger Pflege blühen sie monatelang, aber nicht viel länger als den Sommer über, und sind dabei über und über von einer Vielzahl kleiner Blüten bedeckt. Derzeit hat sich ihre Pracht allerdings noch nicht entfaltet, „in zwei, drei Wochen wird das dann ganz anders aussehen“, blickt der Stadtgärtner voraus. Dann dürften die blühenden Lobelien auch den Adler im Wappen viel besser als in diesen Tagen zur Geltung bringen.

Blumenpracht hält immer nur für ein Jahr

Bei den Eisbegonien verhält sich das ähnlich. Sie halten zwar keine Kälte aus und schon gar keinen Frost, in der warmen Jahreszeit aber sind sie dafür umso schöner. Und die gesamte Anlage ist dazu recht unkompliziert zu pflegen, selbst an Beregnungsrohre für sie ist gedacht worden. Und für die Zukunft gibt es Überlegungen, auf der Grünfläche zu deren besserem Aussehen noch den einen oder anderen Busch anzupflanzen.

Blühbeete in der Stadt umgestaltet

Konkret bedeutet das, dass das blumige Stadtwappen in jedem Jahr neu angelegt werden muss.

„Aus dem Grund und um alles möglichst kostengünstig zu erledigen, haben wir einige Blühbeete in der Stadt umgestaltet, so dass sich auf diesen keine Neubepflanzungen erforderlich machen“, informiert Volker Kanzler, der Chef des städtischen Bauhofes. Die Anlage am Wasserturm und die roten Rosen links und rechts am Eingang zum Sportforum führt er als zwei Beispiele an. Auch bei der Baumaßnahme für das Wappen auf der Rasenfläche vor dem Gebäude des Bauhofes sei der Kosteneinsatz sehr gering ausgefallen. „Denn wir haben dafür ausschließlich alte Materialien beziehungsweise Stoffe aus Straßensanierungen, die bei uns eingelagert waren, verwendet.“ Und die Zeit dafür hätten die Mitarbeiter des Bauhofes auch nur gehabt, weil sowohl in der Stadt Havelberg als auch in den Ortschaften in diesem Jahr bislang keine großen Festivitäten stattfanden, die ansonsten die Unterstützung der Stadt Havelberg erfordert hätten.

Ein Blickfang für alle Radtouristen

Begeistert von der offiziellen Vorstellung des blühenden Stadtwappens am Mittwoch zeigten sich auch Amtsleiter André Gerdel von der Stadtverwaltung und Marina Heinrich, die Kultur- und Tourismusbeauftragte der Hansestadt Havelberg. „Die Lage könnte nicht besser sein“, kommentierte sie. „Denn an dieser Stelle befindet sich ein Radwege-Knotenpunkt, an dem um die sieben Radwanderrouten zusammenlaufen. Das bunte Stadtwappen dürfte für alle Radler nicht zu übersehen und somit ein echter Blickfang sein, an dem sie ihre Freude haben werden.“ Was natürlich aber auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer und für die Havelberger selbst zutreffe.