Hoffen auf Schönhauser Zustimmung

Diskussionen über Radwegbau

Von Anke Schleusner-Reinfeldt

Der für nächstes Jahr geplante Radwegebau von Klietz nach Neuermark bereitet dem Gemeinderat nach wie vor Sorgen.

Klietz l Die Grundschüler machten dem Klietzer Gemeinderat mit ihrem halbstündigen Programm zum Beginn der letzten Ratssitzung 2012 wieder eine Freude. Auch die Kinder freuten sich, als der Weihnachtsmann laut an die Tür pochend den Saal betrat und sie mit Süßem belohnte.

Nicht mehr ganz so fröhlich und entspannt ging es dann weiter. Erneut war der Radweg nach Neuermark-Lübars Gesprächsthema. Zwar liegt für den Abschnitt vom Klietzer Ortsausgang bis zur Einfahrt in das Wäldchen noch kein Plan vor. Weil aber im Gespräch ist, dass dieses Stück seeseitig verlaufen soll, bekundeten zwei Anlieger im Namen aller sechs Eigentümer und mit weiteren im Ort gesammelten Unterschriften noch einmal deutlich, dass sie gegen diese in ihren Augen "unsinnigen Pläne und Steuergeldverschwendung" sind. Sie fordern den Übergang weiter vorn im Kreuzungsbereich mit Fußgängerüberweg und Ampel und Nutzung der Fläche des Bahnhofsvorplatzes. Denn sie sehen ihre Grundstücke mit einem Radweg davor entwertet.

Der Rat will sich mit diesem Abschnitt erst beschäftigen, wenn der Landesbetrieb die Entwurfsplanung dafür vorlegt. Und die Klietzer brachten noch einmal ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass auch der Schönhauser Rat dem Wegebau von Hohengöhren bis Lübars zustimmt. Denn nur dann kann auch das Stück von Neuermark bis Klietz, das mit Betonspurbahnen befestigt werden soll, realisiert werden. Den Schönhausern wäre ein straßenbegleitender Radweg wie andernorts allerdings auch lieber. Eine Entscheidung wird hier Anfang des neuen Jahres getroffen. Dann ist auch die Einspruchsfrist zu den ausliegenden Plänen abgeschlossen.

Für Jürgen Lemme, Ratsmitglied aus Neuermark-Lübars, gehört das gesamte Projekt auf den Prüfstand. Bürgermeister Jürgen Masch hofft, für alle Beteiligten die günstigste Variante zu finden, "und wir müssen fair miteinander umgehen".