Havelberg l Das Areal des Modellsportzentrums Havelberg füllte sich am Samstagnachmittag nach und nach mit kleinen und großen Fans des Drachenflugs. Bürgermeister Bernd Poloski (parteilos) eröffnete das Jubiläumsfest und erinnerte daran, dass die ersten Drachenfeste noch auf einer Wiese in der Oberstadt stattgefunden hatten. Damals unter Federführung der „Station junger Naturforscher und Techniker“, die Hartmut Gropius leitete. Er kam mit auf die Bühne, auf der auch weitere Vertreter der Drachenfest-Gastgeber die Besucher begrüßten.

Anlässlich des 40. Drachenfestes bedankte sich der Bürgermeister stellvertretend beim Vorsitzenden des Fördervereins Modellsportzentrum 2000 Havelberg, Thomas Wojtalla, für die jahrelange Unterstützung. Stadt, Modellsportzentrum, Jugendzentrum und Volksstimme organisieren dieses Fest gemeinsam.

Wegen Corona war dieses Mal einiges anders. Am Einlass wurden dieses Mal nicht nur die Namen derjenigen registriert, die einen Drachen mitgebracht hatten und dafür ein Tombolalos erhielten, sondern alle Besucher. Einige traditionelle Programmpunkte mussten entfallen. Dennoch wurde es ein gelungenes Fest.

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Zum Start brachten die Modellsportler Magnus Wienecke und Arno Luksch ihre Flieger in die Lüfte, um deren Bäuche dann per Fernbedienung zu öffnen und süße Fracht auf die Havelwiesen purzeln zu lassen. Diese sammelten die Kinder in zwei Durchgängen ein. Dann war das Areal freigegeben für den Drachenflug.

Zunächst bereitete eine nur leichte Brise etwas Startschwierigkeiten, später tanzten viele bunten Drachen – insgesamt wurden 78 angemeldet – am Himmel vor der Kulisse des Domes. Das Jugendzentrum hatte die Hüpfburg aufgebaut, Spiele mitgebracht und die Malstraße vorbereitet. Wer sich an Letzterer beteiligte, erhielt ebenfalls ein Tombolalos. Die Jugendfeuerwehr zeigte, welche Technik auf dem Löschfahrzeug vorhanden ist.

Zehn Tombolapreise

Groß war die Freude, als die Mädchen der Tanzgruppe Arabeske auf der Bühne ihre Tänze darboten. Es war der erste größere Auftritt seit Monaten, berichtete Tanzlehrerin Tina Lindemann. Ihre Tänze einstudieren können die Mädels seit August wieder.

Während die meisten Drachen gekaufte Exemplare waren, hatten Sam und Chili aus Berlin ihre selbstgebaut. Mit ihren Eltern bei Oma Ingrid Protz zu Besuch, hatten sie am Morgen vom Drachenfest erfahren und sich aus Papier, Schaschlikspießen und Geschenkband flugs zwei kleine Drachen gebastelt. Das hat sich gelohnt: Sam gehörte zu den zehn Gewinnern der von der Volksstimme gesponserten Tombolapreise. Seine Schwester hatte ihm ihr Los geschenkt. Der Leiter des Jugendzentrums, Thomas Will, nahm mit Andrea Schröder von der Volksstimme die Siegerehrung vor. Dabei zeigte sich, dass in den Herbstferien wieder viele Kinder aus Berlin zur Verwandtschaft nach Havelberg und gern auch zum Drachenfest gekommen waren.