Havelberg l Zehn Frauen sorgen aktuell dafür, dass Einheimische und Gäste den Havelberger Dom besuchen können. In der kalten Jahreszeit immer von Mittwoch bis Sonntag. Ab April ist der Dom dann wieder jeden Tag geöffnet. Von 10 bis 18 Uhr. Es ist eine ganz schöne Herausforderung, diese Öffnungszeiten auf ehrenamtlicher Basis zu garantieren. Das Team würde sich deshalb über weitere Mitstreiter freuen, zumal zwei aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen sind.

Zur Bundesgartenschau 2015 war der Domladen im Paradiessaal neu eingerichtet worden. Wegen des Besucheransturms – über 268.000 Gäste wurden in dem Jahr im Dom begrüßt – blieb der Vorraum frei. Danach wurde ein Teil der Regale, in denen die Besucher Dom-Souvenirs, Postkarten, Reiseführer, Bücher und Hefte zur Stadt- und Domgeschichte sowie regionale Produkte finden, wieder im Vorraum aufgestellt. Dort heißen die freiwilligen Helfer auch die Besucher willkommen, die in den Dom wollen. Und auch jene, die das Prignitz-Museum besuchen. Denn seit kurzem ist der Eingang des Museums wieder auf den Domplatz zurückverlegt worden, die Besucher gehen durch den Paradiessaal.

Normalerweise macht immer einer Dienst. In der Hauptsaison, vor allem, wenn Führungen angemeldet sind, wäre es schön, wenn man zu zweit wäre, erzählen die Frauen während der Dienstberatung mit Kathrin Städler, die die Gruppe betreut. Auch an Wochenenden wäre das vorteilhaft.

Zufriedene Besucher sind das Ziel

Wer im Domladen mitmachen möchte, darf sich auf ein freundliches Team freuen, das Spaß an dieser ehrenamtlichen Arbeit hat. Eine kirchliche Bindung wird nicht vorausgesetzt, aber Offenheit gegenüber der Kirche. Vor allem aber ist Freude am Umgang mit Menschen gefragt, denn jeder, der den Dom und das Museum besuchen möchte, geht durch den Paradiessaal. Auch das Interesse für den Dom und die Hansestadt sollte vorhanden sein, denn man kommt oft mit den Besuchern ins Gespräch.

Viele sind sehr interessiert und stellen Fragen. „Dabei muss man nicht alles ganz genau wissen, wir sind ja keine Domführer. Aber die Bereitschaft zu Gesprächen sollte vorhanden sein“, sagt Karin Zombronner. Sie gehört zu denjenigen, die von Anfang an dabei sind und sich gern mit der Literatur zum Dom befasst.

„Diese Arbeit hier ist eine sehr schöne Abwechslung, ich mache das sehr gern“, sagt Gabriele Ahlendorf. Die Frauen berichten von vielen freundlichen, wissbegierigen und dankbaren Besuchern. Ganz selten ist mal jemand dabei, der nörgelt. Das Credo der Ehrenamtlichen: „Hauptsache, der Besucher geht zufrieden wieder raus!“

Zum Wohlfühlen im Team tragen die Ausflüge bei, bei denen es auch immer um Weiterbildung geht. Stand im vorigen Jahr die Reformation im Vordergrund, ist dieses Jahr Kirche und Tourismus das Thema. So wollen die Frauen am Montag den Dom in Stendal besuchen. Für April ist eine Fahrt in den Harz mit Übernachtung im Kloster Drübeck geplant. Dabei haben sie auch Dom- und Klosterläden im Blick und schauen, was sie an Ideen mitnehmen können. Auch die Erfahrungen als Tourist sind hilfreich für die Arbeit als Gastgeber.

Wer sich vorstellen kann, im Team mitzuarbeiten, kann sich an Kathrin Städler unter der Telefonnummer 039387/ 18 88 00 wenden. Natürlich würden diejenigen zunächst mit den erfahrenen Ehrenamtlichen die Dienste absolvieren, so dass sie wissen, worauf es ankommt und erleben, wie viel Spaß diese freiwillige Arbeit machen kann.