Kuhlhausen l  Immerhin 15 Nachwuchsbands stellten sich und ihre Musik beim Querfeldein-Festival vor. Die Bands, welche in Kuhlhausen den Karpfenteich bis spät in die Nacht rockten, trugen absonderliche Namen wie „Stullenesser“, „Fluse“ oder „Knattertones“. Das musikalische Spektrum war breit gefächert – von „Lehrbuch-Punk“ und Grunge über Hiphop und Reggae bis hin zu Emo-Metal. Die Band Great Atlantic, welche gerade auf der großen Bühne unter dem großen goldenen Q-Label spielte, bot Indie- und Alternativmusik.

Seit dem Vorjahr macht das Querfeldein-Festival in Kuhl­hausen Station. Die jungen Bands aus ganz Deutschland bewerben sich im Vorfeld übers Internet beim Querfeldein-Verein aus Berlin-Lichtenberg – wohl wissend, dass es für den Auftritt keine Gage gibt. Der Verein befasst sich dort hauptsächlich mit Jugend- und Medienarbeit, geleitet wird er von Adrian Carlin. Das sommerliche Festival existiert seit zehn Jahren, bevor man im Vorjahr nach Kuhlhausen kam, fand es im Oderbruch statt. Doch wurden die Flächen dort kurzfristig abgesagt – über Jan Zimmermann kam der Kontakt nach Kuhlhausen zustande.

Komitee entschied

Ein Komitee hört sich die Demos der Bands an und wählt dann nach Rückfragen diejenigen für das Festival aus. Wegen der herzlichen Atmosphäre hat sich das Querfeldein-Fest einen guten Ruf aufgebaut, auch sind die technischen Bedingungen hier sehr gut. Zudem waren viele Liedermacher im Programm, sie traten auf der kleinen Bühne am Teich auf. Diese wurde nach Mitternacht bespielt – bis in den frühen Morgen. Die Berliner sind jedenfalls erstaunt, wie gut das Festival in Kuhlhausen angenommen wird, was nicht selbstverständlich ist. Partner vor Ort ist der von Hans-Werner Ramm geleitete Ortsverein, welcher das Festival nutzt, um gleich mit das örtliche Sommerfest auszurichten.

Bilder

Die Berliner errichteten in diesem Jahr neben ihrem umfangreichen Equipment am Deich auch eine lange Wasserrutsche für die Kinder, ein Niedrigseil wurde ebenfalls gespannt, auch eine Hüpfburg stand bereit. Der Ortsverein organisierte Glücksrad, Büchsenwerfen, Aal-Kegeln und den Kuchenbasar, wobei viele aus dem Dorf leckere Backwerke beisteuerten. Die Bierzeltgarnituren stellte die Einheitsgemeinde Havelberg zur Verfügung, vorab mähte der Bauhof die Wiese.

Leckere Preis für Kegler

Leckere Preise gab es beim Kegeln für die Erwachsenen, drei Aale gingen an den Sieger. Mit 21 Holz siegte der Berliner Joshua Matthaei, beste Keglerin wurde mit 19 Holz Änne Janecko. Dirk Rochus und Friedhelm Wolko folgten nach Stechen bei den Männern, bei den Frauen gab es drei Zweitplatzierte: Sybille Bieleg, Claudine Staschke und Sigrid Janecko hatten jeweils 17 Holz – jede nahm einen Aal. Bei den Kindern siegte Felix Beese mit 17 Holz vor Julian Carlin und Leif Eschbon, die drei wie auch die Nachfolger konnten ihre Preise selbst aussuchen.