Havelberg l An Erfahrung, um dieses Amt ausüben zu können, mangelt es dem 48-Jährigen nicht. Denn er kann auf über 30 Jahre aktive Feuerwehrarbeit zurückblicken. Für diese interessiert hat er sich schon in seiner Schulzeit. In der damaligen Havelberger Stadtschule war er Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Junger Brandschutzhelfer.

Zuerst in Müggenbusch aktiv

Im Alter von 19 Jahren – als gelernter Maurer – wurde David Koch dann Mitglied der freiwilligen Feuerwehr in seinem Wohnort Müggenbusch und blieb dieser bis zu deren Auflösung im Jahr 1999 treu. Aber er wollte auch weiterhin Feuerwehrmann sein. „Und so entschloss ich mich, zur Wehr nach Havelberg zu gehen.“ Wo er nunmehr seit über 20 Jahren aktives Mitglied ist. „Ich bin also kein Unbekannter im Kreis der Kameradinnen und Kameraden, die der Feuerwehr schon länger die Treue halten.“ Zusammen mit seiner Lebenspartnerin hat er in der Domstadt inzwischen auch ein neues Zuhause gefunden. Zwei Kinder und ein Enkelsohn gehören zur Familie.

Chef der Werksfeuerwehr

Feuerwehrmann ist er aber nicht nur in Havelberg, sondern seit nunmehr 13 Jahren auch auf der Arbeit in der Firma Sofidel in Arneburg, wo er für den Brandschutz/Arbeitsschutz verantwortlich zeichnet und Chef der Werksfeuerwehr ist.

Ein Lehrgang fehlt noch

Mit einer ganzen Reihe von Lehrgängen konnte sich David Koch in der Havelberger Feuerwehr „hocharbeiten“ beziehungsweise weiterbilden: Truppmann, Gruppenführer, Zugführer, Drehleiter-Maschinist. Was ihm jetzt noch fehlt, das ist der Lehrgang zum Leiter einer Feuerwehr. Aus diesem Grund wurde er auf der Jahreshauptversammlung am 15. Februar dieses Jahres auch als amtierender Havelberger Ortswehrleiter berufen. „Im August mache ich dann an der Feuerwehrschule in Heyrothsberge den mir noch fehlenden Lehrgang“, kündigt er an. „Ich möchte Stabilität in die Ortswehr hinein bringen“, nennt er ein Ziel.

Erstmals Konvoi am Maifeiertag

In seine Amtszeit gestartet ist David Koch gleich mit einigen neuen Ideen. Besonders sichtbar waren sie zum Tag der offenen Tür bei der Havelberger Feuerwehr am Maifeiertag. Sehr gut angekommen sind zum Beispiel der Konvoi zum Abholen der Alterskameraden, an dem sich mehrere Nachbarwehren mit alten und neuen Fahrzeugen beteiligten, das Antreten mit Ehrungen zur Eröffnung des Tages der offenen Tür und auch der erstmals angebotene Airbrush für die Kinder. Das brachte David Koch und „seiner“ Havelberger Feuerwehr viele lobende Worte ein.

Gute Zusammenarbeit mit der Stadt

Lobend spricht er sich aber auch über die nahezu perfekte Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung aus. „Die will ich weiter gut pflegen.“ Was seine nächsten Wünsche an die Stadt sind? „Mit Einsatzfahrzeugen sind wir sehr gut ausgestattet. Als Stützpunktwehr wäre aber zum Beispiel auch eine Wärmebildkamera für uns wichtig. Und außerdem ein Rauchvorhang.“

Eigenes Büro für den "Schreibkram"

Was er nicht gedacht hätte, ist, „dass das hier für mich mit so viel Computer- und Schreibarbeit verbunden ist“. Ein ganzer Haufen „Papierkram“ muss aufgearbeitet werden. Dafür steht ihm im Feuerwehrgerätehaus ein eigenes Büro zur Verfügung.

Sommerpause für die Ausbildung

Mit dem Beginn der Sommerferien beginnt auch bei der Havelberger Feuerwehr die Sommerpause. „Wobei Sommerpause natürlich nicht für die Einsatzbereitschaft steht, sondern lediglich für eine kurze Pause in der Ausbildung. Ansonsten sind die Kameradinnen und Kameraden selbstverständlich da, wenn sie gebraucht werden“, versichert David Koch, zeigt sich zugleich aber auch sehr froh darüber, dass die Havelberger Wehr in der gegenwärtigen Hitzeperiode noch zu keinem Brand ausrücken musste. „Das kann von mir aus so bleiben.“

Mit Kajak hinaus auf die Havel

Was ein amtierender Ortswehrleiter in seiner Freizeit macht? „Wenn ich die wirklich einmal habe, dann fröne ich sie meinem liebsten Hobby, dem Angeln“, erzählt er. „Ich ziehe meistens mit meinem Kajak hinaus auf die Havel, wo ich dann Spaß an der Angelei habe.“